Hurricane 2011 – Freitag u.a. mit Portishead & The Chemical Brohters

News am 18. Juni 2011 von Steini

First of all: The Chemical  Brothers live sind der absolute Wahnsinn. Aber der Reihe nach. Wie die Jahre zuvor und bereits berichtet findet auch dieses Jahr das Hurricane Festival statt und zwar das 15. seiner Art. Mit den Gedanken ans Hurricane 2010 und die Vorfreude auf Bands wie Incubus, Foo FightersArcade Fire, Monster Magnet und und und, machten wir uns  auf den Weg ins scheene Scheeßel.

Die Wetterprognosen waren leider nicht so rosig wie das LineUp, aber egal, zu einem richtigen Festival gehört halt auch mal Regen. Um so erfreuter waren wir, als wir bei strahlenden Sonnenschein den Zeltplatz am Donnerstag erreichten und unsere Zelte im trockenen aufbauen konnten. Dabei waren wir natürlich nicht alleine, denn geschätzte zweidrittel aller Festivalbesucher errichteten um uns herum bereits ihre Zeltburgen. Der Tradition nach ging es dann am ersten Abend in den Tittitwister, um das Festival bis zum Morgengrauen einzuleuten.

Dementsprechend begann der Freitag Morgen dann doch eher ruhig, was nicht so schlimm war, da die ersten Bands eh erst gegen 16 Uhr die Bühnen betraten. Eine dieser Bands war unter anderem Irie Révoltés, die mit einer Mischung aus Ska, Reggae und Hip Hop die zunehmenden Besuchermassen vor der Green Stage in Bewegung setzte und dabei den sofortigen Austieg aus der Atomenergie propagierten. Einmal am Welt verbessern, tanzten wir auch noch gegen Homophobie und für mehr Liebe und Frieden auf der Welt…

Danach eroberten Kashmir die Green Stage, die wir aber nicht schauen konnten, denn auf der Blue Stage legten Kaizers Orchestra los. Und die Norweger verstanden es mit ihrer zum Teil doch experimentellen Musik die Leute zu begeistern. Die Kaizers sind übrigens neben den Punk-Black-Metallern von Kvelertak (kurz zuvor im Zelt der Red Stage) die einzige Band auf dem Festival, die auf norwegisch singen… und sogar aus der gleichen Stadt Stavanger kommen. ;-) Dennoch muss an dieser Stelle gesagt werden, das Kaizers Orchestra besser wohl eher auf kleineren Bühnen bzw. im kleineren Rahmen wirken, als auf einer überdimensionierten Festivalbühne.

Danach legte eine Teil der Crew eine Campingplatz-Pause ein und der Rest betrachtete sich den Auftritt von Glasvegas. War schon interessant, wie betrunken und benebelt Frontmann James Allen wirkte… Nach einer kurzen Pause wurde es bei Jimmy Eat World schlagartig viel viel voller vor der Blue Stage und mitten im guten flotten Auftritt wechselten wir zu Portishead, die auf der Green Stage ein geniales instrumentales wie gesangliches Brett hinlegten. Beeindruckend war dabei die Klarheit und Professionalität jedes einzelnen Instrumentes bzw. derer die sie spielten, gepaart mit dem einfühlsamen und reinen Gesang von Frontfrau Beth Gibbons. Ihre am Ende vorgetragene kleine Entschuldigung für ihre schlechte Performance wäre nicht nötig gewesen, da hatten wir bei Glasvegas viel schlimmeres erlebt ;-)

Der Auftritt von Portishead war schon ein Highlight des Abends und zwei andere standen aber noch aus – Arcade Fire und The Chemical Brothers. Für einen wirklich guten Platz bei CB machten wir uns recht zeitig auf den Weg zur Blue Stage und konnten somit noch ein wenig den Auftritt von Suede verfolgen, die vor allem das weibliche Puplikum mit ihrem melodischen Rock beeindrucken konnten.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann aber los und was da kam, war eine der mit Abstand besten Bühnenshows, gepaart mit dem unvergleichlichen Sound der Chemical Brothers. Wahnsinn. Die zwei „Brüder“ verstanden es von Anfang bis Ende, die Massen mit ihrem extrem basslastigen Beat zu bewegen und nahezu Jedem mit einer perfekt getimten wie atemberaubenden Mischung aus Videoanimationen, Licht und Laser große Augen und ein fettes Grinsen aufs Gesicht zu zaubern. Und allen die diesen Auftritt verpasst haben, kann man nur empfehlen: wenn sich die Möglichkeit bietet die Chemical Brothers live zu sehen, sei es Open Air oder im Club, geht hin, ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen.

Mit den Eindrücken des Auftritts von The Chemical Brothers endete dann der erste Abend und alles was zwei Beine hatte bewegte sich vom Festivalgelände auf den Zeltplatz bzw. in den Tittitwister. Weitere Bilder vom Festival und den Auftritten der Bands werden wir hier noch ergänzen – jetzt wartet erstmal der Samstag beim Hurricane 2011 auf uns. Gleich kommen Monster Magnet und Friendly Fires auf die Bühnen und als Highlight folgen heute Incubus und Kasabian – leider fast zeitgleich…

5 Kommentare zu “Hurricane 2011 – Freitag u.a. mit Portishead & The Chemical Brohters”

  1. Nummer 1: Hurricane und Southside live: Stream und TV | Festival News sagt:

    […] & Southside. Hier nocheinmal der Link zu den letzten Hurricane und Southside Infos und zur Rückschau auf Tag 1 des Hurricane Festivals 2011. Veröffentlicht von Festivalhopper Yoda am 17. Juni 2011 Abgelegt unter […]

  2. Nummer 2: Die Ärzte bei Hurricane & Southside 2012 | Festival News sagt:

    […] für die aktuell laufenden Hurricane und Southside Festivals, ausserdem gibt es schon den ersten Hurricane-Bericht vom Freitag 2011 (Portishead, The Chemical Brothers usw)! Veröffentlicht von Festivalhopper Yoda am 18. Juni 2011 Abgelegt unter Festivals 2011, […]

  3. Nummer 3: Musikschmankerl wie Incubus beim Hurricane 2011 | Festival News sagt:

    […] den Eindrücken vom letzten Abend – es muss noch einmal wiederholt werden “Chemical Brothers wahren einfach der Wahnsinn” – bewegte sich unser Festival-Tross schon recht zeitig Richtung Gelände, denn das […]

  4. Nummer 4: Hurricane 2011 – Salat, Kaffee und Vollblut-Rocker am Sonntag | Festival News sagt:

    […] tut sich am Zustand nichts. Dennoch sollt ihr, mit leichter Erkältungsverspätung, euren Bericht zum Sonntag […]

  5. Nummer 5: Primavera Sound mit Arcade Fire, Frank Ocean, Grace Jones, Bon Iver, The XX uvm! sagt:

    […] Das LineUp des großen spanischen Primavera Sound Festivals 2017 steht in weiten fest und überzeugt in fast jede Himmels- und Musikrichtung. Abseits von immer wiederkehrenden Pfaden, die unsere großen Rockfestivals beschreiten, zaubert das Primavera Sound immer noch einen aus dem Hut – gerade wenn es um Indierock und große Namen abseits des gemeinen Mainstreams geht. (Foto: PR-Bild vom Hurricane Festival, wo Arcade Fire im Jahr 2011 spielten) […]

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