Summer Breeze Finaltag 2019

News am 26. August 2019 von Florian

Feuer frei für den letzten Tag am Summer Breeze 2019 und schönen guten Morgen “Winterstorm”. Wie es sich auf einem Festival gehört, zischten Frontmann Alexander Schirmer und seine fränkischen Power Metaller um 11:30 Uhr auf der T-Stage direkt mal die bereitgestellten Bierchen und vertrieben dem Publikum mit ihrem Programm die Restmüdigkeit des letzten Festival-Morgens.

Mit entsprechend guter Laune zog die Meute im Anschluss weiter zur Main Stage, wo “Brainstorm” schon warteten. Der anhaltende Wind und Nieselregen konnte die Fans nicht daran hindern, die schwäbischen Power-Metaller gebührend zu feiern und so war das Infield in Höchstgeschwindigkeit schon wieder bestens gefüllt.

Das könnte allerdings auch daran gelegen haben, dass als nächstes eine Band die Bühne betrat, die sich zuletzt vor 6 Jahren in Dinkelsbühl hatte blicken lassen. Über den Auftritt der A-Cappella-Metal Band “Van Canto” freuten sich viele Fans ganz besonders und demonstrierten das auch mit lautstarken Gesangschören. Das Set, bestehend aus eigenen Songs sowie Covern von Klassikern wie “Rebellion” oder “Fear Of The Dark”, wurde am Schluss noch vom Gastauftritt des Ex-Frontmanns Sly gekrönt, der seine ehemaligen Kollegen bei den letzten 3 Songs gesanglich unterstützte.

Auch das Samstags Line-Up war wieder ordentlich vollgepackt und so blieb zwischen weiteren Top-Bands wie “Bury Tomorrow” und “Equilibrium” kaum Zeit zum Verschnaufen.

Eine kurze Stippvisite auf der alljährlichen Pressekonferenz mit Achim, Roman und Alex vom Summer Breeze Team musste trotzdem sein. Wie auch schon in den letzten Jahren, gab es trotz 40.000 verkauften Festivaltickets + zusätzlichen Tagestickets, erfreulich wenige Strafdelikte zu verzeichnen. Auf mehrere Anzeigen von Handydiebstählen in der ersten Nacht, reagierte das Veranstalterteam sofort mit einem allgemeinen Hinweis auf sämtlichen Leinwänden auf dem Gelände, seine Wertsachen gut im Auge zu behalten. Und durch die enge Zusammenarbeit mit der Polizei und auch die vorbildliche Mithilfe der Festivalbesucher, konnten die Übeltäter schnell gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.
Ebenfalls positiv zu erwähnen, ist der inzwischen deutlich bewusstere Umgang mit dem Thema Müll. Das 2019 eingeführte Projekt eines Wertstoffhofes auf dem Campingplatz wurde gut angenommen, sodass immer weniger Müllhalden zurückgelassen werden, die ohnehin nur die Müllkosten und somit schlimmstenfalls auch die Ticketpreise unnötig in die Höhe treiben würden. Wir hoffen, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzt. Und zuletzt noch ein Hinweis an alle, die sich regelmäßig darüber ärgern, wenn ihr Lieblings-T-Shirt-Motiv aus dem Festival Merch ausverkauft ist: Nutzt bitte unbedingt das Tool in der Summer Breeze App, mit dem ihr euch eure persönliche Merchandise-Wunschliste (schon vor Festivalbeginn!) zusammenstellen könnt, denn damit helft ihr den Veranstaltern, besser auf die Nachfrage nach den unterschiedlichen Motiven reagieren zu können! Nähere Infos findet ihr HIER.

Nach all den interessanten Infos, zog es uns aber doch wieder Richtung Main Stage, denn die Show von “Lordi” wollten wir uns nicht entgehen lassen. Mit ihrer aufwändigen Kostümierung bieten die Finnen sowieso immer was fürs Auge und mitsingen und abfeiern lässt es sich zu ihren Songs einfach blendend, was man an den Publikumsreaktionen deutlich sah.

Nicht weniger zur Sache ging es im Anschluss bei “Eluveitie”, die die Fans zu Anfang mit den älteren Stücken “King” und “Call Of The Mountains” direkt auf Betriebstemperatur brachten. Die nächsten Circle Pits waren also schon vorprogrammiert und auch mit Stücken ihres neuen Albums “Ategnatos” konnten sie in Dinkelsbühl punkten.

Den ersten Kulturschockdes Tages gab es schließlich, als die nächste Band in Schlager-tauglichen Glitzerwesten die Bühne betrat. Und nein, es waren nicht nochmal “Avantasia”, die sich von der Bühnencrew am Donnerstag noch fiese Metal-Schlager-Vergleichegefallen lassen mussten, sondern keine Geringeren als “Subway to Sally”. Nach dem Opener “Messias” erlöste Herr Fishallerdings die Fans und schmiss seine Perücke samt Glitzerfummel von sich, um dem Publikum mit “richtig alter Scheiße”in Form von “Henkersbraut” und “Eisblumen”einzuheizen. Auch aus ihrem aktuellen Album “Hey!” gab es einiges auf die Ohren und die begeisterten Subway-Rufeim Publikum konnte man noch eine ganz Weile nach dem letzten Song hören.

Die Samstags-Headliner-Riegebildeten “Bullet For My Valentine” mit einer weiteren gelungenen Summer Breeze Premiere, “Hämatom” und die Black-Metal-Pioniere “Dimmu Borgir”. Letztere verbreiteten von Beginn ihrer Show an die für die Norweger typische düstere Atmosphäre und hüllten das Infield in dichten Nebel. An der großen Zahl der Crowdsurfer, den lauten Gesangschören und vorprogrammierten Nackenschmerzen der Fans, konnte man eindeutig erkennen, dass das Summer Breezewenig Lust hat, nochmal 16 Jahrewarten zu müssen, bis Shagrath und Co. sich wieder einmal in Dinkelsbühl blicken lassen.
Mit dem Auftritt von “Leprous” fiel dann der Vorhang des letzten Festivaltags.

Das Summer Breeze Open Air hat uns auch 2019 wieder mehr als begeistert. Ein fettes Lob und Dankeschön an alle, die Jahr für Jahr ihren Schweiß und ihr ganzes Herzblut in dieses geile Festival stecken!
Wir bleiben auf jeden Fall Wiederholungstäter und allen, die das genauso sehen, seien die Frühbuchertickets ans Herz gelegt, die noch bis 31.08.2019 für 111,00 EUR zu ergattern sind. Sobald es Neuigkeiten zu ersten Bands für 2020 gibt, halten wir euch natürlich auf dem Laufenden. Das Summer Breeze 2020 wird vom 12. bis 15.August 2020 stattfinden.

Weitere Rückblicke aufs Summer Breeze 2019: “Rain or Shine” am Summer Breeze 2019 und “Warm-Up” und “Nuclear-Label-Night” am Summer Breeze 2019.

Bilder – Florian Kolb

Text – Florian Kolb / Sabine Dreher

Ein Kommentar zu “Summer Breeze Finaltag 2019”

  1. Nummer 1: Summer Breeze 2020 – Die ersten Bands! sagt:

    […] Rückblicke aufs Summer Breeze 2019: “Summer Breeze Finaltag 2019“, “Rain or Shine” am Summer Breeze 2019” und ““Warm-Up” […]

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