Summer Breeze 2022 – Finaltag mit Schlammbad vom Feinsten

News am 29. August 2022 von Florian

Nach fast einer Woche Festival war er schon gekommen, der letzte Festivaltag des diesjährigen Summer Breeze. Für uns startete dieser um 12 Uhr an der „Mainstage“. Doch die ersten 10 Minuten tat sich leider nichts. Die Fans die sich bereits vor der Bühne versammelt hatten, starrten auf eine fast leere Bühne. Mal wieder die liebe verflixte Technik. Doch dann ging es endlich los und „Infected Rain“ legte mit ihrer Show los.

Sie spielten “Black Gold”, “Fighter“ und viele weitere Ihrer Songs. Die Band füllte das Infield und legte eine wirklich sehr energiegeladene Show hin. Die Fans, wagten sich trotz Schlamm in den ersten Circle-Pit des Tages und es gab auch die erste „Wall of Death“ am heutigen Festivalsamstag! Einmal bitte wach werden!! Danach fragte die Frontfrau Lena erst einmal, ob es allen gut ginge. Natürlich, durften die Crowdsurfer nicht fehlen, so hatten auch die Grabenschlampen alle Hände voll zu tun.

Ein Highlight für die Fans in den ersten Reihen war definitiv als Frontfrau Lena sich über das Absperrgitter lehnte und zum greifen nahe war. Alles in allem eine sehr gelungen Show.

Nach „Infected Rain“, ging es energiegeladen mit „Nekrogoblikon“ auf der Hauptbühne weiter. Uns zog es dann für eine kurze Zwangsregenpause (die es in sich hatte) in die heißbegehrte EMP-Backstage Area. Hier war am Festivalsamstag auch wieder einiges an Programm geboten. Neben zahlreichen Quizrunden und auch dem ein oder anderem Bobbycarrennen, waren auch wieder einige Bands zu Gast. Wie unteranderem „Bury Tomorrow“, „Hammer King“, „Hypocrisy“, „Ignite“, „Heaven Shall Burn“ und natürlich der Veranstalter des Summer Breeze Achim Ostertag mit seiner Band „Voodoo Kiss“. Wir kamen pünktlich im Zelt an, um mit zu erleben, wie sich zwei Jungs von „Bury Tomorrow“ beim Bobbycarrennen ein „Kopf an Kopf“- Rennen lieferten. Im Anschluss, standen sie noch für Bilder und Autogramme zu Verfügung.

Gegen 16 Uhr ließ der Regen zum Glück etwas nach, so das wir uns wieder in die Menge wagten. Pünktlich zu „Dark Funeral“ kamen wir an der „Mainstage“ an. Hier herrschte weiterhin Rutschgefahr, aber einige der Metalfans nahmen das nicht so ernst und warfen sich in den Matsch. Man musste aufpassen, das man nicht mit ins Matschwrestling hineingezogen wurde.

Black Metal, bei Tage, um 16 Uhr am Nachmittag. Komische Sache, kann man aber mal machen. Denn “ „Dark Funeral“ hatten ihren Slot mit „JBO“ an diesem Tag getauscht. Sonst hätten sie ihren Anschlussflug zur nächsten Show nicht bekommen. Doch „JBO“ sagte hierzu nicht nein. „Dark Funeral“ ließen sich vom Regen, der mittlerweile wieder etwas eingesetzt hatte, nicht beirren und legten eine tolle Show hin. Lustigerweise öffnetet sich bei Ihrem Song „Open the Gates“, der Wolkenhimmel wieder und es hörte für den restlichen Tag auf zu regnen und die Sonne kam endlich wieder zum Vorschein, und ließ sich auch nicht mehr vertreiben. Ein schöner Wetterabschluss für das Summer Breeze. Zum Glück. Dennoch der Matsch blieb uns erhalten. Uns zog es an diesem letzten Festivaltag, ein letztes mal zur „T-Stage“ um einer guten Partie Heavy Metal zu lauschen. Denn hier spielten die deutschen Metal-Ikonen von „Primal Fear“. Guter Heavy Metal zum abmoshen und genießen.
Im Anschluss, sahen wir die Jungs von „Bury Tomorrow“ wieder, doch diesmal auf der „Mainstage“ und nicht mehr im EMP Bereich auf Bobbycars. Was aber vielleicht ein lustiger Anblick gewesen wäre, wenn die Jungs auf die Bühne mit Bobbycars gefahren.

Von nun an bekam man uns nicht mehr von der Hauptbüne weg, denn es folgte ein Hammerauftritt nach dem anderen!
Den Anfang machten „Blind Guardian“, sie waren der erste Headliner des Abends und legten eine epische Show mit vielen Gänsehautmomenten hin. Die Band feierten an diesem Tag gemeinsam mit dem „Summer Breeze“, denn in diesem Jahr haben sie 2 Jubiläen zu feiern. Zum einen den 30. Geburtstags ihres Album „Somewhere Far Beyond“, aber auch ihr erstes mal auf dem „Summer Breeze“. Aber Sänger Hansi Kürsch versprach bereits jetzt, das sie definitiv wieder auf dem „Summer Breeze“ spielen werden und dies nicht wieder 25 Jahre dauern würde!
Auch verkündete er, das sie bezüglich Ihres 30 Jährigen Album Jubiläums, am heutigen Abend das komplette Album „Somewhere Far Beyond“ spielen, genau wie auf ihrer Jubiläumstour.

Daraufhin kam vom Publikum ein großer Jubelsturm! Sie spielten Lieder wie, „Into the Storm“, „Welcome to Dying“, aber auch Ihr Klassiker „The Bard’s song“ durfte nicht fehlen. Als die Band dann die Akustikgitarren rausholten, wusste jeder was kommt. Es war endlich soweit, sie spielten „The Bard’s Song“. Hier war er auch schon, der erste Gänsehautmoment vorprogrammiert. Bei leicht rotem Himmel und Sonnenuntergang, erklangen die ersten Klänge von den Gitarren und Sänger Hansi stimmte den ersten Ton an und mit ihm sang das gesamte Infield. Es war unglaublich, denn Hansi musste nicht viel machen, die Fans sangen so textsicher, dass er nur ab und zu mitmachte und sich ansonsten diese unglaubliche Performance seiner Fans ansah und sie genießen konnte. Nach diesem unfassbar schönen Moment, war vorerst wieder Party angesagt, die Grabenschlampen hatten alle Hände voll zu tun, denn es kam ein Surfer nach dem anderen vorne an. Nach knapp 80 Minuten, war „Blind Guardian“ am Ende angekommen und brachten als Zugabe, einen erneuten Gänsehautmoment zu Tage. Nämlich als sie das Lied „Valhalla“ anstimmten. Denn genau wie bei „The Bard’s Song“, waren auch hier die Fans, sehr textsicher und als es dann zum Refrain kam verstummte der Sänger und die Fans übernahmen.

Dies ging noch viele Minuten nach Ende des Auftritts weiter. Der nächste Headliner stand bereits in den Startlöchern. Doch es kam nicht wie üblich ein Intro oder sonstiges, nein es war total still. „Technik , du Teufel in Person“. Frontmann Marcus, von „Heaven Shall Burn“ kam auf die Bühne und gab der Energie von „Valhalla“ erneuten Aufschwung und stimmte den Refrain erneut an. Dies übernahm dann das „HSB -Intro“ für heute und die Abrissparty von „Heaven Shall Burn“ begann.

Soviel Pyro wie bei diesem Auftritt von „Heaven Shall Burn“, hatte man am gesamten „Summer Breeze“ in dieser Woche nicht gesehen. Klar, war ja auch mehr Staub auf dem Infield unterwegs. Man sah der Band an, das sie es genoss hier auf dem Festival zu spielen und es war für sie persönlich ein gelungener Abschluss ihres Festivalsommers! Man merkte aber nicht nur den Fans und den Bands des gesamten Festivals an, das sie zwei Jahre Zwangspause hatten, nein man merkte es auch an der Technik. Denn auch bei „HSB“ fiel plötzlich eine der Boxen für einen kurzen Moment, aus. Doch auch dieses kleine Technikproblem, konnte schnell gelöst werden und sie konnte mit ihrer Show weiter machen!

Nun sind wir leider schon beim vorletzten Headliner des Abends und des Festivals angekommen, „Hypocrisy“. Sie spielten einiges von ihrem aktuellen Album, aber auch Lieder wie „Fire In The Sky“, „Adjusting The Sun“ oder „The Final Chapter“. Zum Schluss Ihres 70 minütigen Auftritts, kam erneut Freude bei den Fans auf, denn „Hypocrisy“ spielten ihren Hit, die Alien-Hymne „Roswell 47“.
Um 1:00 Uhr nachts, war es dann soweit. „J.B.O.“ stand auf der Bühne. Selbst die späte Uhrzeit machte den Jungs und Ihren rosa Anhängern nichts aus, denn das Infield war bis zum dritten Wellenbrecher voll und alle hatten rießen Spaß. Die Welt war in dem Moment ein klein bisschen rosa. Als wir so durch die Menge schauten, sahen wir zwei berittene Dinos, die sich aktuell zu einer 2 Mann „Wall Of Death“ aufstellten, aber auch der Rest des Publikums machten sich bereit und veranstalteten im Schlamm eine „Wall of Death. Neben „Planet Pink“, „Wer Lässt Die Sau Raus“, spielten sie unteranderem „Ein Guter Tag Zum Sterben“. Bei diesem Song brauchte die Band nicht singen, Vito stimmte lediglich die ersten Töne an und die Fans übernahmen den Rest. Wie üblich bei diesem Song. Als Zugabe spielten sie, „Keep On Rockin‘ In The Free World“.Diesen Song widmeten sie der Ukraine und sprachen auch einige ernste Sätze, die Ihnen auf dem Herzen lagen.

Mit J.B.O. endete für uns der letzte Festivaltag und damit das Summer Breeze. Wir wagten uns ein letztes mal durch den Schlamm und begegneten so einige verlassene Schuhe, die Ihre Besitzer verloren hatten und nun im Schlamm steckten. Auch wir mussten gut auf unsere Schuhe aufpassen ;-).

Zum Abschluss einer wirklich genialen, geilen Festivalwoche – ich bekomm jetzt schon wieder Gänsehaut – muss noch einmal erwähnt werden “ Summer Breeze – was warst du wieder schön“, „Du hast so sehr gefehlt und wir kommen 2023 auf jedenfalls wieder“. Auch wenn es hier und da mal nicht gepasst hatte, technsicherweise. Oder es mal wieder welche gab, die meinte über die Stränge zu schlagen, es war einfach so so toll. Und wie schon in einen Bericht zuvor erwähnt: „Unter Metalheads fühlt man sich einfach am besten.“ Doch eine schlechte Nachricht gibt es an dieser Stelle doch. Die Frühbuchertickets in der ersten Preisstufe sind leider schon weg. Heißt 10.000 Fans sind 2023 schon save dabei. Die aktuelle Preisstufe von 199EUR (Print-Tickets) und 202EUR( Hard-Tickets) gilt jetzt für die nächsten 20.000 Fans. Also Metalheads wir zählen auf Euch. Bis zum 16.8 – 19.8.2023 in Dinkelsbühl. Bleibt gesund !!! Wir halten euch auf dem Laufenden. Für das Summer Breeze 2023 stehen die ersten Bands um die In Flames bereits fest.

Hier geht es zu unseren anderen Rückblicken und Interviews vom Summer Breeze 2022: 25 Jahre Summer Breeze 2022 – Rückblick Dienstag und Mittwoch, und Rückblick auf Donnerstag und Freitag, sowie zu den Interviews: „Feuerschwanz“ im Interview und „Mr.Hurley und die Pulveraffen“ im Interview.

Bericht/Bilder by CrazyPhotoBro´s

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