25 Jahre Summer Breeze 2022 – Rückblick Dienstag und Mittwoch

News am 23. August 2022 von Florian

Metalheads, endlich war es wieder soweit. Das beliebteste und eins der größten Festivals in Deutschland öffnete endlich wieder seine Tore. Das Summer Breeze Festival feierte sein 25 Jähriges Bestehen. Um dies angemessen zu feiern, wurde bereits am Festival-Dienstag den 16.8.2022 auf der „Ficken-Party-Stage“ ordentlich Gas gegeben. Es spielten Bands die 1997 bereits auf dem Summer Breeze Festival waren (damals noch im schönen Abtsgmünd) und zur Geschichte des Festivals einfach dazugehören. Die Rede ist von „Vodookiss“, „Crack Up“, „Apophis“ und „Fleshcraw“, als Headliner spielte an diesem Abend „End of Green“. Aber nun eins nach dem anderen.

Nach zwei Jahren Festivalzwangspause zog es auch uns wieder auf den heiligen Acker in Bayern. Ins beschauliche Dinkelsbühl aufs „Summer Breeze“. Wir waren recht gespannt was uns erwartet, was sich in 2 Jahren Pause geändert hatte. Wir hatten viele Fragezeichen im Kopf und wurden doch positiv überrascht. Die Anreise und auch das beliebte „Bändchen-holen“ verlief fast reibungslos. Mal abgesehen vom Stau, der sich in Richtung Festival bildete. Endlich angekommen konnten wir es kaum abwarten endlich das erste „Breeze-Bierchen“ zu genießen, und dies zu guter Musik von „Vodookiss“, die Band von und mit Veranstalter Achim Ostertag. Die Band war damals in Abtsgmünd der erste Headliner in der Geschichte des Summer Breeze Open Air.

Seit diesem Jahr steht „Vodookiss“ wieder gemeinsam auf der Bühne und das nach 22 Jahren Bandpause. Mit im Gepäck hatten sie selbstverständlich ihr aktuellen Album „VoodooKiss“. Tatkräftig unterstützt wurden sie auf der Bühne von Stephanie Stuber, der Sängerin von „Mission in Black“. Es war eine tolle Show, ein absolut toller Start in die Festivalwoche und ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Allen.„Vodookiss“ rockte die Bühne, die Fans hatten Bock das Infield vor der „Ficken-Party-Stage war voll, die ersten Crowdsurfer kamen strahlend und voller Adrenalin bei den „Grabenschlampen“ an. Auch auf den ersten Moshpit musste man nicht lange warten, man merkte innerhalb der ersten Minuten auf dem Festivalgelände, dass die Leute einfach Bock hatten und die letzen beiden Jahre starken Entzug hatten. Und dies alles machte sich die Band zu nutze und ging absolut steil. Für Sängerin Stephanie gab es am Ende des Auftritts noch eine kleine Überraschung, die Ihr Freund mit der Band abgesprochen hatte. Sie bekam auf der Bühne einen wirklich herzergreifenden, mit Rosen unterstützten Heiratsantrag. Und was kam da wohl am Ende raus ? Sie hat JA gesagt! An dieser Stelle noch einmal alles alles Gute auch von unserer Seite. Viel Glück auf dem gemeinsamen Lebensweg.

Die glühende Festivalmenge wurde von „Vodookiss“ an „Crack Up“, „Apophis“ und „Flashcraw“ übergeben. Die Stimmung wurde immer besser und die Grabenschlampen hatten immer mehr zutun, vor allem als der Headliner des Abends, „End of Green“, auf die Bühne kam. Volle Hütte!! Die Leute drängten sich an die Bühne und es kam ein Croudsurfer nach dem anderen! „End of Green“ war in diesem Jahr das elfte mal auf dem Summer Breeze zu Gast und sie kündigten bereits auf der Bühne an, das sie im nächsten Jahr erneut dabei sein werden!

Viele die bereits angereist waren, nutzten die Gelegenheit und deckten sich bereits mit Merch ein. Diese Idee hatten allerdings viele, daher musste man mit 1 bis 1 1/2 Stunden Wartezeit rechnen. Doch auch in der Warteschlange ging die Zeit schnell rum, da hier die Stimmung super war! Man merkte, das alle froh waren wieder auf dem Summer Breeze zu sein und alte Freunde und Bekannte wieder zusehen, aber auch neue Freundschaften zu schließen. Dem taten auch wir gleich.Unter Metalheads kann man sich eben nur wohlfühlen.Das ist keine Tatsache, das ist ein FAKT !!

Am Ende des ersten sehr gelungenen Tages, legte traditionell ein DJ auf der „Ficken-Party-Stage“ auf um noch ein wenig Party zu machen. Für uns endete der erste Tag nach „End of Green“ um am nächsten Tag ordentlich durchzustarten.

Traditionell eröffnete am nächsten Tag die „Blasmusik Illenschwang“ die „T-Stage“ und auch das Battlefield des Festivals. An dieser Stelle, man kann es nicht anders sagen, muss einfach erwähnt werden- Metalheads stehen auf Blasmusik. Es wurde gerudert, gefeiert, getanzt, gesungen und gesurft. Man hätte fast meinen können der erste Headliner steht schon auf der Bühne. Und die Jungs im Graben hatten von der ersten Minute an gut zu tun.

Doch für uns ging es Schlag auf Schlag weiter, im „EMP“ Bereich fand ein Meet&Greet mit dem „Hauptmann“ und „Hodin“ von „Feuerschwanz“statt. Doch sie waren nicht die Einzigen die man 2022 treffen konnte. Nein, direkt am ersten Tag waren auch „Caliban“, „The Other“ und die „Apokalyptischen Reiter“ in der „EMP – Backstage- Area“ zu Gast. Doch nicht nur „Meet&Greets“ fanden hier statt, auch div. Gewinnspielen und vieles mehr! Es lohte sich als auf ganzer Linie. Für alle die es dieses Jahr nicht geschafft haben, direkt für 2023 vormerken. Es gibt auch immer wieder kleine Geschenke, Freigetränke ect. Es lohnt sich.

„Feuerschwanz“ erzählten beim „Meet&Greet Interview“ ein wenig über die Anfänge die sie am „Summer Breeze“ erlebt haben. Denn sie waren in diesem Jahr das fünfte mal auf dem schönen Festival. Das erste mal im Jahr 2011. Auch wurde über ihre Festivaltour und den Unfall von „Hodin“ auf einem Konzert in Spanien gesprochen. Dort fiel er von einem wackligem Podest und verletzte sich am Knöcheln. Zum Glück war er wieder so fit das er auf der Bühne stehen und sein Bestes geben konnte. Ihr neues Album „Memento Mori“ war ebenfalls Thema. Da dieses Album eine gewisse Ernsthaftigkeit und Tiefe hat, wollte der Moderator des Interviews wissen was dahinter steckt.
„Hodin“ stand Rede und Antwort. Ihm ist es als Songwriter wichtig das die Songs eine gewisse Ehrlichkeit beinhalten und da die Coronazeit für jeden nicht einfach war, wollte er nicht auf Zwang irgendwelche Partylieder schreiben. Sondern über das was Ihn inspiriert hat und was um Ihn herum passierte. Da die letzten Zwei Jahre, geschuldet durch Corona, doch viel mit Tot zu tun hatten, ließ er sich davon inspirieren, daher kommen die Lieder alle von Herzen! Die ausführliche Version des gemütlichen Treffens im EMP kann man sich in „YouTube“ noch einmal anschauen.

Für uns ging es weiter zum Face-to-Face Interview, wo wir mit Johanna und Hans von „Feuerschwanz“ verabredet waren. Hier an dieser Stelle ein kleiner Auszug. Das ganze Interview in voller Länge findet ihr in einem extra Bericht.

Unsere erste Frage wäre, wie es für Euch ist nach 2 Jahren Corona-Zwangspause endlich wieder auf dem „Summer Breeze“ zu spielen?

Johanna: Wir haben uns wahnsinnig gefreut heute wieder hier sein zu dürfen, weil es tatsächlich eines unserer Lieblingsfestivals ist. Da kann ich glaube für uns alle sprechen.

Hans: Das Schöne ist, das es quasi vor der Haustüre ist, eigentlich nur 1 Stunde weg von unserer Heimat. Es ist zwar auch ein großes Festival, aber noch nicht so groß das man den Überblick verliert. Es ist alles sehr familiär, aber auch eins der größten Festivals die wir hier haben.

Aktuell seit ihr ja auch auf Festivaltour. Im Juni haben wir euch bereits auf dem „Rock am Härtsfeldsee“Festival gesehen, das war bestimmt auch schön wieder dort zu spielen ?

Johanna: Ja, also der Härtsfeldsee war tatsächlich so das erste richtige Metalfestival, was wir gespielt haben. Davor hatten wir meist Mittelalter, Folk oder Rockfestivals, das war so das erste Metalding, das wir gespielt haben und das Publikum war auch schon anders. Das merkt man schon, da geht es richtig zur Sache, da wird richtig gepogt und gecrowdsurft. Da geht es richtig ab! Das erwarten wir für heute natürlich auch, Metalpublikum ist schon noch mal eine andere Nummer.

Hans: Ja, Metalheads haben eine ganz andere Energie, einfach geil! Da kommt richtig die Power die man nach unten abgibt ins Publikum wieder zurück auf die Bühne………….“

Doch nun zurück zum eigentlichen Breeze Geschehen. Was in diesem Jahr anders war wie sonst, die „Mainstage“ öffnete in diesem Jahr nicht wie üblich erst Donnerstags ihre Tore sondern bereits Mittwochs. Die Fans nahmen dies dankend an und strömten aufs Infield. Nicht nur um sich den besten Platz vor der Bühne zu ergattern, sondern auch um die kulinarischen Angebote auf dem Festival zu testen und zu genießen.

Uns lockte nach dem „Feuerschwanz“ Interview das erste mal die „Mainstage“, da wir unsere Knochen mit „Caliban“ lockern wollten und natürlich auch um abzugehen.
Das mit dem „Knochenlockern“, musste Sänger Andreas Dörner mit Vorsicht genießen, da sein Knie Probleme machte. Dies ließ er sich aber nicht groß anmerken und ließ trotzallem die Sau raus. Die Band machte während dem Gig zwei Ankündigungen.Eine nicht so schöne und eine, die zu noch mehr feiern einlud. Die schlechte war, dass sie leider ohne Ihren Basser Marco Schaller auf der Bühne standen, da er Im Krankenhaus liegt. An dieser Stelle „Gute Besserung“ von uns! Die gute Nachricht war, das neben dem „Summer Breeze“ auch „Caliban“ ihr 25 Jähriges Jubiläum in diesem Jahr feiert. Und das taten sie gemeinsam mit dem Festival auf der „Main Stage“- Herzlichen Glückwunsch!!
Es wurde gefeiert, es wurde gesurft und besonders viel Staub geschluckt! Da es durch die vielen Sonnentage in den vergangenen Wochen sehr trocken auf dem Acker war, wirbelten die Fans jede Menge Staubwolken auf bei Ihren Circle- und Moshpits!! Aber es gab nicht nur Circle- und Moshpitts. Nein, Andreas zettelte die erste „Wall of Death“ des Festivals an und da liesen sich die Fans nicht zwei mal drum bitten!! 2022 brachte „Caliban“ ihr neuen Albums „Dystopia“ raus, von diesem sie natürlich auch einige Lieder performten.

Durch die in diesem Jahr fehlende Drehscheibe auf der „Main Stage“ hatten wir zwischen „Caliban“ und „Feuerschwanz“ noch genug Zeit um „Exodus“ einen Besuch abzustatten. Mit den Jungs feierten auch wir eine gewisse Zeit ordentlich ab. Guter alter Trash Metal eben!! Wie bislang bei jeder Band, waren die Jungs scharf auf Circle-, Moshpits, Crowdsurfer und ordentlich Staub.

Dann endlich kamen um 19.10 Uhr die Miezen mit Ihren Fahnen auf die Bühne dicht gefolgt von der Band!! Sie wurden bereits sehnsüchtigst erwartet und schon mehrere Minuten vor Beginn riefen die Fans nach der Band!! Nicht nur die Fans hatten Bock, nein die Band noch viel viel mehr. „Feuerschwanz“ hüllte die „Mainstage“ und das Infield von der ersten Minute an in eine Staubglocke. „Party-ON“ auf dem Summer Breeze 2022. Angefangen mit dem Lied Memento Mori, legten sie bereits ein ordentliches Tempo vor. Bei ihrem Hit „Met Hammer“, schickten sie gemeinsam mit ihren Fans ein Gebet an den Met-Gott wobei sich der Großteil des Infields hinkniete. Nachdem das Gebet gesprochen war, sah man nur noch staub, weil alle gemeinsam das Springen anfingen. Allgemein legte „Feuerschwanz“ an diesem Abend eine mega Abrissshow hin. Sie spielten neben Ihren neuen Songs, von Ihrem Album „Memento Mori“ auch den Klassiker „Schubsetanz“. Hier nahmen die Staubwolken noch einmal richtig Fahrt auf. Lieder wie „Untot im Drachenboot“ und „Dragostei din Tei“(dieses Lied kündigte Hodin bereits im Meet&Greet mit dem Satz „ Ich werde später auf der Bühne stehen und null Ahnung haben, was Ich gerade singe,….“) wurden zum Besten gegeben. Nach 80 Minuten kamen sie zum Finale und es flogen etliche Hörner in die Luft, denn „Feuerschwanz“ spielte kein geringeres Lied wie „Die Hörner Hoch“. Nach dem Auftritt lies es sich „Mieze Musch-Musch“ nicht nehmen und surfte eine runde im Publikum!!

Um nur kurz zu verschnaufen, standen auf unserem Zettel die Trasch Metal Urgesteine „Testament“. Die Jungs aus Kalifornien spielten im Rahmen der „Nuclear-Blast-Label Night“. Neue und alte Klassiker brachte sie zum Besten und versohlten ihren Fans musikalisch den Allerwertesten. Sie wissen eben wie es geht.

Und plötzlich war „Eiszeit“ auf dem „Summer Breeze“ und das mitten im August. Denn „Eisbrecher“ standen in den Startlöchern. Sänger Alex Wesselsky verbeugte sich nach dem ersten Song vor dem Publikum und zündete so die nächste Abrissparty. Es wurde zur neuen deutschen Härte der Band gesurft , gefeiert und gemosht was die letzten Kräfte an diesem Tag noch hergaben.

Für uns endete der Tag mit einer wilden Sause mit den Rumpelwichten von „Korpiklaani“. Zu Klängen wie „Jägermeister“, konnten wir den Tag beschließen um Kräfte für den nächsten Festivaltag zu sammeln!

 

Text/Bilder –> CrazyPhotoBro´s

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