So war die Energy Music Tour 2012 in Nürnberg

News am 23. November 2012 von Johannes

Winterzeit, Festivalfrei, und in Nürnberg startet der Radiosender Energy die alljährliche Music Tour. Grund genug aus dem Festival-Winterschlaf zu erwachen und sich in die Nürnberger  Frankenhalle zu begeben. Musikalisch on Stage waren in diesem Jahr Aura Dione, Madsen, Chima, Der König tanzt und Peilsender.

Vielleicht liegt es an den schon winterlichen Temperaturen oder an einer kleinen Unglückssträhne, es ist unklar warum auch in diesem Jahr (hier unser Bericht vom letzten Jahr) der eigentliche Headliner der Energy Music Tour 2012 kurzfristig ausgefallen ist. Wie im letzten Jahr Tim Bendzko konnte in diesem Jahr Lena die Bühne krankheitsbedingt nicht betreten  und so hatte es die erste Band des Abends Peilsender nicht einfach, die augenscheinlich enttäuschte Masse zu begeistern.

Trotz ihres schweren Loses meisterte die sympathische Band aus Mittelfranken, welche durchaus schon auf anderen großen Festen ihren Slot hatten, diese Aufgabe mit Bravour.  Eingängiger Rock mit ruhigem Unterton  und routinierter Bühnenshow. Es ist schade, dass man diese Band noch nicht auf den lokalen Festivals vernommen hat.

Nächster Act: Der König tanzt (alias König Boris von Fettes Brot). Ich bin persönlich ziemlich Fettes Brot vernarrt und vielleicht hat mich diese Show und das Konzept deshalb nicht angesprochen.  Alles in allem machte es König Boris dem nachfolgenden Künstler auf der Stimmungskurve der Zuhörer nicht gerade leicht.

Chima jedoch startete beschwingt in den Abend und konnte das junge Publikum vom ersten Song an begeistern. Sympathischer Act, Stimmungskanone und da fällt es nicht schwer zu vergessen, dass ein Chima Lied sehr nach Herr von Grau´s  Track „Morgen“ klingt. Live macht Chima unglaublich Spaß und ist sowohl sehens- als auch hörenswert.

Wären wir beim nächsten Act: Auch wenn Aura Dione mit ihren 1,63 Meter nicht die Größte ist, schaffte sie es (ähnlich wie im letzten Jahr Kelly Clarkson) die Halle zum Tanzen zu animieren. Kleine Frauen mit toller Stimme scheinen auf der Energy Music Tour gut anzukommen.

Zum Schluss kam die Band, welche auf keinen der Flyer aufgedruckt war und dennoch meiner Meinung als absolute Überraschung des Abends zu gelten hat. Gebrüder Madsen und ihre Band sind ja durchaus dafür bekannt, das ein oder andere Festival (wie in diesem Jahr das Hurricane oder Taubertal Festival) zu rocken. Dass Sie unter den sehr jungen Besuchern in Nürnberg so viele Fans und Begeisterung ernteten hätte ich im Voraus nicht geahnt.

Mit einem längeren Set, viel Einsatz und sehr ordentlicher Liveperformance machten Sie das Fehlen des Popsternchens Lena für viele Besucher vollkommen wett. Wir werden von Madsen sicher wieder auf vielen Festivals hören und ich freue mich bereits darauf.

Energy Music Tour 2012 es war schön und trotz oder vielleicht wegen kleinerer Fehler in den Moderation und gut aufgelegten deutschen Bands ein sehr gelungener Abend. Wir sehen uns 2013.

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