Freitag beim Wave Gotik Treffen 2013 – es war so voll wie nie

News am 18. Mai 2013 von Schmetterding

_FRK9488Das war nun der lang ersehnte erste Tag des 22. Wave Gotik Treffen in Leipzig. Weil wir aus verschiedenen Gründen dieses Jahr keinen Tag früher anreisen konnten, war der Tag etwas chaotischer als sonst. Aufgestanden um fünf Uhr – ins Bett um zwei Uhr. Und das ohne extra Partybesuch.

Planung ist zwar gut – es kommt doch alles anders. Wir konnten früher ins Hotel, haben ein ganz schönes Zimmer, aber unsere Mitfahrerin hatte ihre Karte im Auto vergessen, was dann eine Stunde Tramfahrt bedeutete. Nun gut. Immerhin wusste ich so schon, welche Linie vom Hotel fährt.

Zimmerbezug, etwas frisch machen und los ging es. Nach einem Blick auf die sehr lange Bändchenschlange am Hauptbahnhof, entschieden wir uns erstmal für einen Bummel durch die Stadt. Die Fenster der Geschäfte sind in fröhlichem Schwarz gestaltet und die ersten einheimischen Fotografen laufen uns auch über dem Weg. Dank gemäßigter Outfits kamen wir ohne große Umwege zur Tramstation am anderen Ende der Stadt.

Währenddessen fand das Viktorianische Picknick statt. Im Clara-Zetkin-Park trafen sich Damen mit Reifröcken, Perrücken und kunstvollen Roben mit Herren in Frack, Anzug und Krawatte. Es war so voll wie nie. Der Geheimtipp, der es einmal war, ist es inzwischen nicht mehr. Trotzdem ist jede geschneiderte Robe eine Augenweide. Wie viele Stunden die Damen und Herren an ihren Outfits gearbeitet hat, bleibt deren Geheimnis.

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Bändchenausgabe an der AgraMit der 31 – der Tramlinie extra für das WGT – ging es zur Agra. Dort war die Bändchenschlange zwar etwas kürzer (siehe Bild rechts), aber bis meine Begleitung das lila Bändchen hatte, dauert es etwas. Das Wetter war unter dem Sonnenschirm ganz gut auszuhalten, das gefürchtete Gewitter noch nicht in Sicht.

Damit auch ich auf das Gelände durfte, ging es zum Presseschalter. Das klappte wunderbar und mit unseren Pässen verteilten wir uns wieder über das Gelände. Das erste Ziel Letzte Instanz hörten wir noch von außerhalb der Halle. Fast ein Jahr Freunde nicht gesehen – da quatscht man lieber ein wenig und hört die Band nur im Hintergrund.

Zu Das Ich betrat ich die Halle. Die Vorfreude war groß – nach schwerer Krankheit sollte die Band wieder mit Stefan Ackermann auftreten. Vor zwei Jahren waren die Auftritte mit Gastmusikern durchgeführt worden und niemand wusste, ob es Stefan je wieder gut genug geht, dass er eine Bühne betreten könnte. Er kann. Und es war ein mitreißender Auftritt. Sie können es noch immer.

Die Schlange vor der Bändchenausgabe war inzwischen so lang, dass eine Wartezeit von 45 Minuten unsere Freunde etwas später zu uns stießen lies. Wir stöberten inzwischen ein wenig durch die Shopping-Halle. Alles haben wir noch nicht gesehen, doch schon jetzt sind zwei Stände aufgefallen, die die letzten Jahre nicht dort waren und faszinierende Dinge anbieten. Ein Stand aus Spanien mit Schmuck, Büchern und allerlei Kleinkram, der mit Drachen und Augen geschmückt ist. Sehr nette Standbetreiber, die allerdings kein Wort Deutsch sprechen. Preislich auch komplett gerechtfertigt – ich besitze jetzt eine neue Kette mit einer Sanduhr.

_FRK9731Inzwischen vereint ging es zu The 69 Eyes. Gewohnt souverän mit dem Titelsong zu True Blood als Intro – sie hatten uns. Meine Songkenntnis ist bei ihnen nicht so gut, gefallen und gerockt haben sie! Bisher war das immer eher eine Band, die ich für andere Bands Sausen gelassen habe.

Das erste Highlight folgte: Abney Park. Durch das Überziehen von 69 Eyes fiel der Soundcheck etwas kürzer aus, was sehr schade war. Die Band tanzte und hüpfte schon dabei über die Bühne und brachte die Fans zum Mitfeiern. Beim Beginn des Konzertes war die Agra nicht so voll wie von einigen erwartet. Das Publikum durchzogen von Steampunkern mit wundervollen Outfits. Das wird sich beim Steampunkpicknick hoffentlich fortsetzen. Die Show war großartig. Alle bekannten Liedern wurden gespielt und das Publikum begeistert. Es bleibt jetzt nur die Frage: Wann spielen sie wieder in Deutschland?

Im Heidnischen Dorf spielten Faun. Es war auch hier so voll wie nie. Das Heidnische Dorf kann auch mit Tageskarten von Nicht-Bändchen-Besitzen betreten werden. Es ging weder vor noch zurück. Das Konzert selber war es aber wert. Faun verzauberten die Menge und spielten alte und neue Songs.

And One haben wir dann gegen eine lustige Gesprächsrunde getauscht und sind mit Auto zurück zum Hotel. Es war ein toller erster Tag, an dem wir nach einem Jahr etliche Freunde wieder getroffen haben. Verabredungen für die nächsten Tage sind gemacht – es wird eine schöne Zeit!

Das Copyright der Fotos liegt bei Frank ‘fRanKon’ Diehn.

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2 Kommentare zu “Freitag beim Wave Gotik Treffen 2013 – es war so voll wie nie”

  1. Nummer 1: Achim sagt:

    Hallo,
    den spanischen Stand habe ich auch gesehen und fand ihn toll, hatte aber gerade kein Geld dabei. Wollte eigentlich später noch hin und was kaufen. Aber wie daas so ist beim WGT: es kommt immer alles anders. War also nicht da und habe auch keine Web-Adresse oder ähnliches. Weißt du evtl. seine Webseite, falls vorhanden?
    Danke
    Achim

  2. Nummer 2: Traumverliebt » Blog Archive » Mein WGT 2013. sagt:

    […] Freitag stand im Zeichen der Anreise. Wiederkehren. In Stimmung kommen. […]

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