Bericht von Rock im Revier 2016 – Neue Location, neues Glück

News am 28. Mai 2016 von Maddin

Rock im Revier 2016Das Rock im Revier ist zurück, nachdem es im letzten Jahr in Gelsenkirchen gestartet ist, ist es nun in die Westfalenhallen nach Dortmund gezogen. Die Halle hat sich Veranstaltungsort für Konzerte schon lange bewährt, ob es sich auch für ein 3 tägiges Festival eignet werden die nächsten Tage zeigen.

Leider gibt es hier keine Campingplätze, was das typische Festivalfeeling für viele Besucher schmälert und auch die Tatsache, dass es keine Open Air Bühne gibt, ist gerade bei dem sonnigen Wetter am ersten Tag, sehr schade.

Prime CircleSo ist es auch nicht verwunderlich das beim Beginn noch noch nicht allzu viel Andrang vor den Toren ist. Prime Circle beginnen ihr Konzert so auch in einer nicht allzu vollen Halle. Grund dafür könnte allerdings auch sein, dass die südafrikanische Band hier zu Lande noch nicht sehr bekannt ist. Ihr rockiger Sound unterlegt mit Elektro Beats und eingängigen Gesangslinien könnte aber auch hier durchaus erfolgreich werden.

Im Anschluss luden Powerwolf zur „einzig wahren Heavy Metal Messe“ und die Metaljünger folgten ihnen. Wo bei der ersten Band noch große Lücken im Publikum herrschten, standen die Leute jetzt dicht gedrängt und sangen lautstark mit. Powerwolf zeigten mal wieder, dass sie eine außergewöhnliche Live Band sind, die mit ihrem verrückten und schwarzen Humor das Publikum schnell mitreißen können.

Powerwolf Powerwolf

GarbageFür Garbage war der Auftritt in Dortmund ihr zweites Konzert der aktuellen Tour. Leider war der vorherrschende Musikgeschmack des Publikums mehr auf Metal eingestellt, was es für die Band nicht einfach machte. Die Halle war wieder deutlich leerer als bei Powerwolf und auch der Funke wollte nicht so richtig überspringen. Dabei kann man der Band keinen Vorwurf machen, sie gaben auf der Bühne alles und spielten ein starkes Konzert. Ich hoffe der Rest der Tour verläuft für sie besser.

Den Abschluss des ersten Tages bildeten Mando Diao. Die Schweden hatten ein ähnliches Problem wie Garbage – die meisten Besucher konnten nicht so viel mit ihrer Musik anfangen, weswegen sich die Halle zusehends leerte. Die Fans die blieben, feierten dafür aber für die anderen mit. Hier sprang der Funke definitiv über. Es wurde getanzt und gefeiert, die Stimmung war keinen Deut schlechter als bei Powerwolf.

Mando Diao Mando Diao

Dennoch blieben diese der heimliche Headliner des ersten Tages. Sie sorgten für die meisten Besucher des Tages, schade nur dass viele von ihnen so früh schon wieder Zuhause waren.

GhostAm zweiten Tag merkte man schon direkt bei der Ankunft, dass es anders laufen würde. Vor und in der Halle war es schon früh brechend voll und auch die ersten Parkplätze vor der Halle wurden schon am Nachmittag wegen Überfüllung geschlossen.

Bereits bei Ghost war nicht nur der Innenraum prall gefüllt, auch auf den Rängen machten sich einige Leute breit und genossen eine starke Show der Schweden. Ihr leicht psychedelischer Doom Metal lädt zwar nicht gerade zum Mitsingen ein, die faszinierende und auch etwas unheimliche Show reißt den Zuschauer aber schnell in ihren Bann.

Sabatonsabaton sind das krasse Gegenteil davon, ihre Show lebt von der guten Laune und den Refrains zum lauten Mitsingen. Mittlerweile wurde es auch auf den Rängen voll und die Besucher konnten direkt ihre Textsicherheit zeigen, welche definitiv vorhanden war. Während des Konzertes holte Sänger Joakim Brodén plötzlich einen jungen Fan auf die Bühne. Der kleine Gabriel war mit seinen 11 Jahren bestimmt einer der jüngsten Besucher des Festivals und bekam als Belohnung die Sonnenbrille des Sängers geschenkt.

Am Ende stimmte die Band das Publikum noch auf den Headliner ein, ihr Song Metal Crew ist eine Hommage an verschiedene große Metalbands. Auch Iron Maiden wurde in den Song eingebaut.

Iron Maiden - Ed Force OneIron Maiden sorgten bereits bei ihrer Ankunft für viel Furore. Über 1000 Leute beobachteten am Düsseldorfer Flughafen, wie Sänger Bruce Dickinson, die bandeigene Boeing 747, genannt Ed Force One, landete. Diese hatte auch ihren Auftritt im Introvideo zum Auftritt, dort musste sie zwischen Lianen hängend, aus dem Dschungel starten.

Auch das Bühnenbild entführte den Besucher nach Südamerika, es stellte eine alte Inka Stadt dar, passend zum aktuellen Album „The Book of Souls“.
Iron MaidenAuch wenn die Band mittlerweile nicht mehr zu den jüngsten ihrer Zunft gehört, ließen sie sich davon nichts anmerken. Bruce Dickinson legte ein beachtliches Laufpensum zurück, als er während des zweistündigen Auftritts wie ein verrückter von einer Ecke der Bühne zur anderen rannte und lieferte zwischendurch noch einige Sprungeinlagen ab.

Neben einigen neuen Songs wurden auch viele Klassiker gespielt. Gerade bei Klassikern wie The Trooper, Fear of the Dark und Number of the Beast rastete das Publikum komplett aus und jedes „Scream for me Dortmund!!!“ wurde lautstark beantwortet.

Iron Maiden Iron Maiden

 

Iron MaidenEine super Show, die den zähen Start des Festivals vom Vortag schnell vergessen ließ. So kann es weiter gehen.

Wir sind gespannt, was der dritte Tag bei Rock im Revier 2016 noch bringt und melden uns morgen wieder mit dem Abschlussbericht und weiteren Bildern.

 

 

Photo Ed Force One: Rainer Keuenhof

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