21. Wave Gotik Treffen (WGT) – Tag 2

News am 6. Juni 2012 von fRanKon

Der Samstag war wie in den letzten Jahren unser Kulturtag. Das Wave Gotik Treffen bietet ja nicht nur Bands, es ist auch ein wichtiges Zusammentreffen allerlei Gruppen. Vielen ist ja bereits klar, dass die dunkle Szene übe ganz spezielle optische Merkmale verfügt. So ist es kaum verwunderlich zu erfahren, dass es viele gibt, die sich ihre Kleidung selbst schneidern.

Natron und Soda - ChanneltreffenNatron und Soda - ChanneltreffenNatron und Soda - ChanneltreffenNatron und Soda - ChanneltreffenEines der größten Foren im Netz ist Natron und Soda – das schwarze Nähforum. Seit Jahren etablierte sich nun schon das Community Treffen dieses Forums, welches zum WGT immer Samstag Nachmittag im Schillerpark abgehalten wird. Von schrillen Lack- und Lederoutfits bis hin zu schwarz punkigem oder pompösen Barockroben ist hierbei alles zu finden. Einige Kleidungsstücke stechen hierbei besonders ins Auge, wie in diesem Jahr das blaue Kleid von Johanna.

Ein fast 4 Meter Umfang messendes ultramarin blaues „Stoffmonster“, welches es der Näherin schon sehr schwer machte, sich von der Stelle zu bewegen.
Das Stelldichein der dunklen Nähkultur zieht neben Schneidern, Hobbynäherinnen und Steampunk- Fans natürlich auch eine Menge von Fotografen an, welche entweder still aus schützendem Abstand oder wild gestikulierend die hin und wieder leicht verwirrt wirkenden „Modelle“ positionieren. Immer wieder finden sich auch ältere Menschen in so gar nicht dunkler Mode zwischen all den Teilnehmern des Treffens, die einfach interessiert am regen Treiben sind.
Julia, mit der ich die diesjährige Berichterstattung für euch hier mache, ist selbst ein Teil des Treffens, sie näht seit Jahren selbst und arbeitet gerade mit der Gründung von Dunkelbunt-Mode an der Erfüllung eines Lebenstraums.

Nachdem sich das Treffen gegen 17 Uhr langsam auflöste, machten wir uns auf den Weg ins Heidnische Dorf – einer der Veranstaltungsorte, welche man auch mit separater Eintrittskarte besuchen konnte. Als wir ankamen, bot sich uns schon von weitem ein Anblick fast 100 Meter langen Schlange. Zum großen Glück betraf uns die Schlange nicht, denn es waren die Tages- Besucher die da auf ihren begehrten Einlass warten.
Wie oft zur Pfingstzeit wehten uns von den umstehenden Pappeln die wollähnlichen Samen entgegen, so dass es einen fast winterlichen Charakter hatte. Als wir uns durch die vielen Menschen drängten, zeigte sich auf der Bühne ein wildes Gewusel. Euzen waren schwer mit dem Umbau beschäftigt, der nur ein halbe Stunde dauern durfte.
Nach dieser viel zu kurzen halben Stunde bescherten Euzen ihrem Publikum aber ein gewohnt gutes Konzert. Die norwegisch-dänische Band begeisterte mit einer brillanten Mischung aus Ethnofolk mit reichhaltiger Elektronik. Maria, Frontfrau von Euzen fesselte durch ihre Stimme und ihr Auftreten die Menge und schnell staubte es von begeistert Tanzenden vor der Bühne. Ein ganz besonderes Highlight während des Euzen Auftritts war die Darbietung von der begnadeten Beatrische. Perfekte Körpersprache und ein umwerfendes Gefühl für ihre Kugel zeigte die Kontaktjonlage Virtuosin und alle starrten wie gebannt auf die Künstlerin.

Nachdem Euzen das Konzert beendeten, betraten Trobar De Morte die Bühne. Wir schauten uns die ersten Lieder der Band an und mussten dann aber auch schon los, weil die Dreadful Shadows auf der Parkbühne sicher nicht warten wollten. Dank eines beherzten und alle Schleichwege kennenden Taxifahrers kamen wir pünktlich  an, so dass wir uns auch noch stärken konnten.

Dreadful Shadows, die seit 12 Jahren erstmals wieder zum WGT spielten, hatten nicht verlernt das Publikum zu begeistern. Sven Friedrich, der hoch motiviert über die Bühne fegte verzauberte in Windeseile die, die in der blauen Stunde in den „Clarapark“ gekommen sind. Dreadful Shadows sind ja unter andrem berühmt für ihre immer mal wieder kehrenden Trennungen und die darauf folgenden Reunions. So war es natürlich für viele Fans eine besondere Freude sie hier erleben zu dürfen.

Da dieses Konzert das letzte auf der Parkbühne für diesen Abend sein sollte, haben wir auch für uns beschlossen heute mal etwas früher nach Hause zu gehe, schließlich warteten ja auch noch eine große menge Bilder darauf bearbeitet zu werden und die erlebten Eindrücke mussten auch verarbeitet werden. Der Weg, welchen wir einschlugen war allerdings etwas abenteuerlich, da wir von Eulengeschrei begleitet, durch ein großes Parkstück liefen, was nicht beleuchtet war. Wohlbehalten aber dennoch recht froh wieder von Licht umgeben zu sein, kamen wir dann nach einiger Zeit erleichtert an.

Das Copyright der Fotos liegt bei Frank ‘fRanKon’ Diehn.

Ein Kommentar zu “21. Wave Gotik Treffen (WGT) – Tag 2”

  1. Nummer 1: Highlights und Ausblick aufs WGT 2013 sagt:

    […] uns findet ihr auch einige WGT Rückblicke: 2012 Teil 1 und Teil2. Auch beim großen Jubiläum, dem 20.WGT (2011) waren wir dabei, Sonntag & Montag, Freitag […]

Kommentar schreiben

© 2005-2021 Festivalhopper.de - Ralf Prescher & Team | Impressum | Kontakt | Datenschutz | Werbung