Poolbar #16 – erfreuliche Bilanz 2009

News am 20. August 2009 von Yoda

Poolbar-2009-Mirjam-Bromundt-Bild1„Das poolbar-Festival ist stolz auf sein Publikum“, sagen Heike Kaufmann und Herwig Bauer, GeschäftsführerInnen des poolbar Festivals. Stolz auf über 20.000 BesucherInnen.

Foto: Mirjam-Bromundt

Spaziert man heute am Alten Hallenbad vorbei, ist vom poolbar-Festival kaum mehr etwas zu sehen – so flott ging der Abbau von temporärer Architektur, Gastronomieequipment und Bühnentechnik vonstatten. Es tut jedes Jahr ein wenig weh, diese Metamorphose von lebendigem Festival zu leerem Gebäude mitanzusehen, heuer vielleicht sogar noch ein wenig mehr, denn 2009 war – trotz Wirtschaftskrise – sehr erfolgreich: über 20.000 BesucherInnen, viele ausverkaufte Veranstaltungen, unzählige anregende, spannende Momente und harmonisches Teamwork hinter den Kulissen.

Neben Stars standen bislang unentdeckte Perlen auf den Bühnen und stießen auf ebenso viel Interesse wie die berühmten KollegInnen. Zwei clevere Kunstprojekte beispielsweise: Der poolTanz, die neue Tanzworkshopreihe, war gut besucht und der Brutkasten, die „materialisierte Nische“, entwickelte sich zum unaufdringlichen Forum für Experimente in kleinem Rahmen.

Der letztjährige Besucherrekord von ca. 20.000 wurde locker getoppt. Das war bereits nach der intensivsten Woche der poolbar-Geschichte (14. bis 19. Juli) absehbar: Mit den Dropkick Murphys, Calexico und Morcheeba (wir berichteten) war in nur fünf Tagen die Halle drei Mal mit jeweils 1.000 BesucherInnen ausverkauft – aber auch z.B. fünf von sechs Programmkinovorstellungen und auch der Poetry Slam war ausverkauft.

„When we come to poolbar, we get reenergized with positive ions.“

– Joey Burns von Calexico mit dem wohl schönsten Kompliment an das poolbar-Festival.

Die poolbar-Parallelwelt, in der viele Dinge einen Tick menschlicher, liebevoller, friedlicher sind war gerade in diesem Jahr das Besondere.

Beim poolbar-Festival werden schräge Vögel gern gesehen, werden Konventionen über Bord geworfen, wird Kultur in all ihren Facetten genüsslich gelebt – und gleichzeitig wird kritisiert und hinterfragt.

Auf YouTube könnt ihr euch einen schönen bewegten poolbar 2009 Liveeindruck anschauen. Einer der Höhepunkte war mit Bestimmtheit die poolbar Architektur: Dass eine Lichtinstallation die Stimmung im Pool in der erlebten Form anheizen kann, war selbst für den Designer und die Lichttechniker überraschend.

Der Abend mit Focus on Fashion, der Modeschau samt spektakulärer und aufwändiger Fotografieausstellung sowie der Tanzaufführung des Netzwerk Tanz auf der poolbar-Terrasse zählte ebenfalls zu den Highlights.

Dass Keziah Jones, Morcheeba, das Markovic Orkestar, Calexico, Trail Of Dead oder auch die Mediengruppe Telekommander das Publikum begeistern würden, war zu erwarten. Für angenehm positive Überraschungen sorgten dagegen die Acts, die zuvor noch als eine Art „Geheimtipp“ galten: Bereits am ersten Tag brachten Frittenbude den Pool zum kochen – sie klingen so, wie Deichkind vermutlich immer klingen wollten.

Das nächste Highlight waren wohl Portugal. The Man. Zwingend tanzbarer US-Indierock mit deutlicher Anlehnung an die schwere Rockmusik der frühen 70er. Die musikalische Entdeckung schlechthin aber waren This Will Destroy You mit ihrem explosivem Postrock, der Spannungsbögen bis ins Extrem ausreizte.

Auch die Jazzfrühstücke waren ausgezeichnet besucht und sorgten immer wieder für ein angeheiztes Gefühlsleben, weil sich die Aufgekratztheit vom Vortag und die entspannte Atmosphäre und Gelassenheit eines idyllischen Morgens im Park zu immer besonderen Erlebnissen fügten.

Am letzten Tag, dem Sonntag, 16.8., wurde mit dem poolbar-Film, einer Dokumentation über fast 7 Wochen Festival, ein emotionaler Schlussstrich gezogen – der Tanzmarathon forderte vom Publikum nochmals alles, und das abschließende interne Mitarbeiterfest stellte klar, dass der poolbar-Sommer viele neue Freund- und Liebschaften geschaffen hatte.

Für das poolbar Festival 2010 hat man sich auch schon einiges vorgenommen: Neben vielen organisatorischen und künstlerischen Ideen (dazu später mehr) ist übrigens der wichtigste Plan das Alte Hallenbad mit einer Kühlanlage auszustatten. Wir bedanken uns für eine tolle poolbar 2009 und freuen uns auch schon riesig aufs nächste Jahr!

2 Kommentare zu “Poolbar #16 – erfreuliche Bilanz 2009”

  1. Nummer 1: Chris sagt:

    Calexio und die Dropkick Murphys waren der Hammer! Super Stimmung, tolle Atmosphäre bei den Konzerten und drumherum, spitzen-Locations – weiter so liebe Poolbar-Macher! Ich bin nächstes Mal auf jeden Fall wieder mit dabei!

  2. Nummer 2: poolbar Festival – das Programm 2010 | Festival News sagt:

    […] diesjährige poolbar Festival hat wie auch schon letztes Jahr einiges zu bieten. Zusätzlich zu 8 Wochen Festivalspaß in Feldkirch vom 2. Juli bis zum […]

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