WFF 2009 – so wars, ein Festivalbericht.

News am 9. Juli 2009 von Fabian

Fans vor der Mainstage

Fans vor der Mainstage

Sommer, Sonne und böse, laute Musik… Das war das With Full Force Festival 2009. Ein Bericht von den Festivalhopper Fabians.

Freitag. Knapp 30.000 Menschen rockten den Flugplatz von Roitschjora bei Leipzig. Wir kamen am Freitag zu spät an und verpassten Static X und Devildriver, doch danach konnte auch für uns das Festival starten:

Mit Legion of the Damned erwartete uns gleich ein richtiger Nackenbrecher. Im Anschluss war Staunen in den Gesichtern der Festivalbesucher zu sehen. Die verrückten Musiker von Mastodon überraschten mit ihrem Gehirnchirurgenmetal und hinterließen einige Fragezeichen in den Köpfen der Zuschauer. Gleichzeitig spielte auf der Tentstage die Nordhäuser Death Core Band Maroon, die mittlerweile schon fast zum Inventar des Festivals gehört. Mit ihrem brachialen Sound schufen sie einen würdigen Auftakt für die noch folgenden Stunden. Der Freitag stand als Sinnbild für das gesamte Festival, durch seine musikalische Vielfalt und seinen sehr guten Mix aus Hardcore, Punk und den verschiedensten Metalrichtungen. Gesäumt mit den Kassierern und Dimmu Borgir und auf der Mainstage gekrönt durch Soulfly. Letztere bewiesen ein weiteres Mal ihre Symbiose zwischen hohem technischen Niveau und der Fähigkeit die Menschenmassen in Extase zu versetzen, welch ein gelungener erster Tag! Für alle die, die dann noch nicht genug hatten, ging es auf der Tentstage mit der Knüppelnacht weiter. Dort schredderten Bands wie Vader und Eisregen bis in die frühen Morgenstunden.

Samstag. Die Sonne brennt schon wieder. Anfangen wollten wir eigentlich mit Callejon, die jedoch nicht auftreten konnten. Planänderung- wir schauen uns auf dem gesamten Gelände mal etwas um. Direkt neben der Tentsatge befand sich eine stark frequentierte Halfpipe. Die Skater zeigten unter strahlend blauem Himmel ihr Können. Auch diejenigen, die nicht selber skaten konnten oder wollten, kamen auf ihre Kosten; entweder als virtuelle Rockband, Bullrider oder Paintballspieler. Außerdem bestaunten die Fans dreimal pro Tag eine spektakuläre Motocross Show.

Freestyle Motorcross beim Backflip

Freestyle Motorcross beim Backflip

Bullriding

Bullriding

Der spätere Verlauf des zweiten Festivaltages brachte mit Bands wie All Shall Perish und Suicidal Tendencies die erwartete musikalische Härte des Festivals zum Vorschein. Wir wurden bei Suicidal Tendencies bespielweise vollkommen vom Moshpit überrascht und das noch während der ersten beiden Songs, dies zeigt deutlich die fast exzessive Partystimmung der durchweg gut gelaunten Fans. Nach dem bunten Mix aus Hip Hop, Funk, Punk und Metal von „ST“ ging es nun wieder gerade nach vorn mit Sepultura. Die Thrashmetal Urgesteine bewiesen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

Ein mit Spannung erwarteter Auftritt war der von Stephan Weidner alias „Der W.“ Der ehemalige Böhse Onkelz Bassist wurde gut vom Publikum aufgenommen und gab bei seinem Auftritt alles. Mit hochrotem Kopf verabschiedete er sich mit den Worten: „Danke, dass ihr mich akzeptiert habt!“ Parallel kamen die Hardcorefans bei Walls Of Jericho auf der Tentstage voll auf ihre Kosten, die Bühnenshow war gewohnt mitreisend und der Zugang zum Graben blieb einigen Fotografen verwährt, denn keiner der Fans wollte seinen lang erkämpften Platz wieder frei geben. Im Anschluss an den Hardcoreact feierten die Freunde des Deathmetal auf der Mainstage ihre Wikingerhelden von Amon Amarth, diese bewiesen durch ihre deutschsprachigen Ansagen auch eine sehr starke Bindung zum Deutschen Publikum.

Den zweiten Festivaltag beschloss die US-Hardcoreinstitution Hatebreed. Sie vereinten die Fans der harten Guitarrenmusik durch ihre technischen Fähigkeiten und ihre wahnsinnige Bühnenpräsenz. Sie forderten die beiderseitige Akzeptanz von Hardcore und Metal. Auf der Tentstage kamen die Fans des eher klassischen Rock und Punk bis in die frühen Morgenstunden auf ihre Kosten. Hier bildeten Smoke Blow und D-A-D (Disneyland After Dark) mit ihrer überzeugenden Bühnenarbeit und Show den krönenden Abschluss.

Sonntag. Das Festivalende am Sonntag begann mit Sonnenschein und guter Laune. Der Comedyact Elsterglanz schaffte es den Publikumsbreich vor der Mainstage um 13Uhr komplett zu füllen. Dies erreichten sie durch eine wahnwitzige Bühnenshow mit brennenden Gasherden, Fliesenlegern auf der Bühne, dem Tierdompteurteil, Guitarristenbattle der lustigen Art und ihrem Dialektgebrabbel. Im Anschluss folgte der gewohnte Mix der Stilrichtungen und ein weiteres musikalisches Highlight des späteren Nachmittags stellten dann die Jungtalente von Deadlock dar. Der bewusste Stilbruch durch Diskomusik auf dem Full Force als Intro schockierte kurzzeitig die Zuschauer, die dann ohne zerstörerische Gewalt diesen Joke zu verstehen schienen und mitfeierten. Sie wurden dann sofort belohnt durch mit dem Wechsel hin zum Deathmetal, Hardcore und Gothic. Beeindruckend waren nicht nur die Instrumentalisten, sondern auch die beiden Stimmen der Band.

Deadlock

Deadlock

Das Publikum erwartete noch ein interessantes Restprogramm mit Ignite, Down, Social Distortion und Motörhead auf der Mainstage.

Für uns bildete Down den krönenden Abschluss des sehr gut geplanten With Full Force Festivals. Phil Anselmo verstand es das Publikum zum Durchdrehen zu bringen und lies es sich nicht nehmen am Ende das Publikum zwei Led Zeppelin Klassiker a-cappella mitsingen zu lassen; obwohl die restliche Bühne schon umgebaut wurde. Dies zeigte auch dem letzten Fan seine Freude am Live-Spielen.

Pepper Keenan und Kirk Windstein von Down Phil Anselmo Frontmann von Down

Es war ein schönes, warmes, gelungenes und sehr abwechslungsreiches Wochenende unter festivalhopper.de/bilder gibt es demnächst mehr Fotos. (Das war das WFF 2009 so war das WFF 2008.) Wir hoffen auf ein mindestens genauso gutes With Full Force 2010!

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6 Kommentare zu “WFF 2009 – so wars, ein Festivalbericht.”

  1. Nummer 1: Metallica Family, das Sonisphere - ein Bericht | Festival News sagt:

    […] Eine andere Band durfte etwas später auftreten: Denn jetzt folgte anders als angekündigt Lamb Of God, danach erst Mastodon, gefolgt von Down. Drei sehr anständige Metalshows, die das Publikum wohlwollend konsumierte. Der optische Check nahm allerdings nur sehr wenige Lamb Of God- Mastodon oder gar Down bestickte Westen oder Shirts war. Bei Down ließen es die Roadies am Ende noch richtig krachen, beim Abgang der Band übernahmen sie die Instrumente. Sänger Phil Anselmo versorgte das Publikum aber verbal bis zum Schluss per Mikrofon. Am Ende ließ er es einfach von Kopfhöhe auf den Bühnenboden fallen – wahrscheinlich gabs hinterher Ärger vom Veranstalter, denn einen Tag später beim With Full Force legte er es sanft auf den Boden. Hier folgt demnächst der Link zum WFF-Bericht. […]

  2. Nummer 2: Festivalhopper Yoda sagt:

    Aufgrund massiver Nachfragen nach Festivalshirts aus der aktuellen Kollektion 2009, haben die Veranstalter einige Motive, die zum Festival ausverkauft waren, nachgedruckt. Schlagt zu solange der Vorrat reicht! Im Fanshop auf der Homepage zu finden.

  3. Nummer 3: erste Bands fürs WFF 2010 von MAD Tourbooking | Festival News sagt:

    […] und gemeinsam zu rund 70 Bands abgehn. Wie das in diesem Jahr ablief, könnt ihr in unserem Bericht vom WFF 2009 nachlesen [Bilder vom Full Force […]

  4. Nummer 4: Die FULL FORCE DVD des Jahres! | Festival News sagt:

    […] DVD ist auch die perfekte Ergänzung zu unserem Festivalbericht vom WFF 2009 und macht mit den aktuellen Bestätigungen aus dem FullForce Adventskalender so richtig Laune […]

  5. Nummer 5: Der With Full Force Rückblick 2010 | Festival News sagt:

    […] Kultkomikern von Elsterglanz, die das Publikum genauso vereinnahmten wie schon im ergangenem Jahr (wir berichteten auch vom WFF 2009, Anm.d.Red.) mit ihrem Mannsfelder Dorfdialekt und dem passend dazu gestalteten Songtexten, […]

  6. Nummer 6: suki – voller Eigensinn und Unart, mutwillig wie ein Kind.. sagt:

    […] Kultkomikern von Elsterglanz, die das Publikum genauso vereinnahmten wie schon im ergangenem Jahr (wir berichteten auch vom WFF 2009, Anm.d.Red.) mit ihrem Mannsfelder Dorfdialekt und dem passend dazu gestalteten Songtexten, […]

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