Rudolstadt: Django Lassi spielt auf – BalkanSwing im Grünen

News am 10. Juli 2018 von Vivien

Django LassiEine Bühne betritt man – oder schafft sie sich. So galt es zumindest am Freitag, dem zweiten Tag des Rudolstadt Festivals für das Berliner Sextett Django Lassi. Galt der übergrüne, Terassen-artig angelegte Garten in der Weinbergstraße 4 zunächst nur als ein Naturidyll, strömten bereits zeitig vor dem Konzert Besucher herbei und besetzten schattige als auch sonnige Plätze.

Die Musiker trafen, ihre Instrumente geschultert, ein und formatierten sich unter einem großen Sonnenschirm. Den Spot bildete die Sonne, die Bühnenbegrenzung blühende Büsche – und auf ging es, in die Welt des flotten Swing. Gitarre und Kontrabass bildeten den Klangteppich, auf dem Violine und Klarinette sich spielerisch austoben konnten, stets rhythmisch begleitet vom Schlagzeug.

Django LassiAnpassungsfähigkeit an die Situation ist alles, wie uns diese Band zu sagen wollen schien. Die Bassdrum war der Instrumentenkoffer selbst, Mikrofone sind überflüssig, wenn man nur laut genug singt und zum Tanzen ist es sowieso nicht zu heiß. Aber wie könnte man bei solch beschwingter Musik auch die Füße still halten. Der Mix aus Balkan, Gypsy und Swing kommt gut an und so dauert es nicht lange, bis sich die Django LassiTanzlustigen unter ihren Schirmen und Tüchern hervortrauen und die Hüften schwingen. Und nicht zuletzt die Leichtigkeit der Musiker, mit der sie ihre Instrumente so exakt spielen und das punktgenaue Miteinander der Band lassen die Melodien vorwärts in die Menge streben. Und so hatte jeder hier ein Lächeln auf den Lippen – denn die nahbaren Künstler, der erzählende Gesang des Violinisten, und das Gefühl, in die 20er Jahre zu reisen schaffen eine ganz eigene paradiesische Welt, die die Welt außerhalb der Gartentore vergessen lässt.

 

 

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