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So war das Contact Winter Festival in Vancouver

News am 12. März 2017 von Annika

contact_moodSo sind also kanadische Festivals.

Während meines Aufenthaltes in Vancouver wollte ich die Konzert- und Festivalszene der Kanadier für euch natürlich nicht unentdeckt lassen.

Das größte Indoor Festival Kanadas stand direkt nach Weihnachten an: Das Contact Winter Festival mit Flume und Disclosure als Headliner. Zwei Tage feinste Elektro-Musik sollten mich erwarten.

contact_publikum_2Stattgefunden hat das Festival im Herzen von Vancouver im BC Place, der Heimat der Vancouver Whitecaps, der ansässigen Fußballmannschaft.

Vor dem Stadion wurde ich abgefangen und mein Rucksack gecheckt. Mein Lunchpaket, die gute Lindt Schokolade und sogar meine Kaugummis mussten dran glauben. Und auch Spürhunde kamen zum Einsatz und sollten schon vorab sämtliche Drogen finden.

Im Stadion selbst gab es neben der gewohnten Security auch ein großes Polizeiaufkommen, die alle ein Auge darauf hatten, dass keine Drogen missbraucht wurden. Auf meinem Weg zum Eingang wunderte ich mich schon sehr über die halbnackten Menschen, die sich bei Eiseskälte ihren Weg zum Stadion bahnten.

contact_publikum_3Und so langsam bekam ich das Gefühl, dass ich den Dresscode verpasst hatte, trugen die jungen Mädels doch selten mehr als Shorts und ein Top. Vorzugsweise eher weniger. Ein Freund hatte mich gewarnt, aber darauf war ich nicht vorbereitet. Die scheinbar prüden Kanadier nahmen das Festival zum Anlass ihre schrägsten Kostüme auszuführen und so viel Haut wie möglich zu zeigen.

Für alle Ü19-Jährigen wurden Armbänder ausgegeben, mit denen man nur ein alkoholisches Getränk zur Zeit kaufen durfte. Die strengen Restriktionen und Kontrollen hinsichtlich des Drogenkonsums, wurden also anderweitig, durch die freizügige Kleiderwahl, kompensiert.

contact_crowdDas Stadion selbst bot genügend Platz um den jeweils 10 DJs an zwei Tagen zu lauschen. Je nach Laune konnte man so direkt vor der Bühne alles geben, oder lieber ganz gemütlich auf einer der vielen Tribünen Platz nehmen. Zudem gab es auf einer weiteren kleineren Stage parallel Acts. Für einen Aufpreis konnte man VIP Tickets erwerben und hatte somit Zugang zu einer weiteren Tribüne, die direkt gegenüber der Hauptbühne aufgebaut wurde.

Flume und Disclosure waren die wohl bekanntesten Hauptacts. Aber auch Marshmallow, Zeds Dead, Gareth Emery, W&W und Baauer dürfte vielen ein Name sein.

contact_disclosureDie Stimmung war ausgelassen gut. Alle DJs waren ihr Geld wert und wir konnten gar nicht genug bekommen. Zu schade, dass das Festival nur bis um 12.00 Uhr ging.
Punkt Mitternacht beendete Disclosure mit „You and me“ das Festival und kanadisch gesittet trottete die Partymeute zur Garderobe. Kein Drängeln, kein Schubsen. Alle reihten sich fröhlich und höflich ein.

Das Contact Winter Festival war mein erstes Indoor Festival und zudem mein erstes kanadisches Festival.

Indoor gefällt mir unerwartet gut. Man vergisst die Zeit, es wird nicht kalt zu später Stunde und der Regen kann uns auch nichts anhaben. Man fühlt sich eher wie auf einem stundenlangen Konzert, das nicht enden mag.

contact_publikumAn die kanadische Festivalmentalität muss ich mich als prüde Deutsche vermutlich gewöhnen, allerdings sind die Kanadier einfach ein traumhaftes Völkchen.

Ganz anders als in Deutschland, wird nicht geschubst, nicht gedrängelt, nicht gepöbelt. 15.000 Freunde feiern ausgelassen eine Party.

Die Ticketpreise sind mit ca. 80€ pro Tag nicht ganz günstig, dafür dass das Festival nur von 5.00 bis 12.00 Uhr nachts geht. Als echter Elektro-Fan wird man das jedoch vermutlich gerne bezahlen wollen. Zudem ist es gerade zur Weihnachtszeit eine nette Ablenkung von Familientreffen und Völlerei.

Festivalhopperin Annika besuche am ‚dritten‘ Weihnachtsfeiertag 2016 das Contact Winter Festival in Vancouver. Aufgrund der Zeitverschiebung konnten wir den Artikel nicht eher veröffentlichen. 😉

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