Amphi 2010: Tag 1 am Tanzbrunnen Köln

News am 27. Juli 2010 von Cutter

Blick auf das Gelände

Blick auf das Gelände

6. Auflage des Amphi Festivals, das zweite Mal ausverkauft, gutes Wetter zum Wochenend-Start, ein sehr ansprechendes Line Up und erfahrungsgemäß ausreichend Parkplätze – mit diesen Infos starteten wir unseren Amphi-Besuch 2010.

Festivalhopper Cutter berichtet vom Amphi 2010.

Tag 1: Wie erhofft stellte die Parkplatzsuche – wie jedes Jahr – keinerlei Problem dar, fix waren die nötigen Bändchen besorgt und so stürzten wir uns zur frühen Mittagsstunde ins Getümmel, um als erstes die obligatorische Begutachtung des Geländes vorzunehmen: Wie auch letztes Jahr gab es zwei Bühnen, die Main Stage außen und eine weitere im Staatenhaus. Für die kulinarische Versorgung sorgten gut verteilte Getränke- und Eßbuden und der hintere

Ashbury Heights

Ashbury Heights

Bereich des Tanzbrunnens war umsäumt von vielerlei Ständen, die dort von CDs bis Korsetts ihre Waren dem geneigten Publikum darboten. (Zu diesem Zeitpunkt blieb Cutter noch eisern bei seinem Vorsatz, nichts, aber auch gar nichts zu kaufen.) Über die Sauberkeit der hygienischen Einrichtungen konnte man sich nicht beklagen, wohl aber – aus weiblicher Sicht – über die faszinierend langen Warteschlangen vor den Toiletten, bei deren Anblick man sich als Amphi-Stammgast fragt, ob es jemals eine Besserung geben wird.

Eine Wohlfühlsteigerung gab es dieses Jahr für Rollstuhlfahrer, für die – zumindest am Sonntag – ein Teil des erhöhten Publikumsbereichs abgesperrt wurde,

Spielplatz

Spielplatz

so dass eine vernünftige Sicht auf die Hauptbühne gewährleistet wurde. Däumchen nach oben für den Veranstalter! Als weiteres Positivum sei auch der Kinderspielplatz erwähnt, der großen Anklang fand. Nach unserem Rundgang über das Gelände bei guter Beschallung und einem kleinen Cocktail-Halt am Rheinufer-Strand, machten wir uns auf, um musikalischen und leserischen (Benecke) Genüssen aus der Nähe zu frönen.

Solitary Experiments

Solitary Experiments

Während des darauf folgenden hektischen Hin-und-her-Gewusels gewannen wir diese Erkenntnisse: Ashbury Heights sind zwar keine Partyfeger, überraschten uns aber positiv durch ihre nett anzuschauende Darbietung und den Spaß, den sie selbst dabei zu haben schienen, die Berliner Solitary Experiments machten zwar Druck, wurden aber – anders als Welle:Erdball („Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freiheit…“ und viele weiße Luftballons) – irgendwann langweilig.

Welle:Erdball

Welle:Erdball

Benecke sorgte mit seinem Erzählstil für eine kurzweilige, interessante, humorvolle Lesung und ersparte mir den Kauf eines Schlumpfbuches ;), obwohl man Blutengel mal den Unterschied zwischen Quantität (in Summe sieben Frauen auf Bühne) und Qualität (das künstlerische Können derer) aufzeigen sollte, muß man Chris Pohl eines lassen… er kommt mit seinen Projekten an – und dies ziemlich erfolgreich, wie man an den begeisterten Reaktionen des Publikums sehen konnte.

Crüxshadows

Crüxshadows

Leicht frevelhaft dagegen schien es, die Crüxshadows mit ihren wirklich guten Auftritten „nur“ in der Halle auftreten zu lassen (allerdings kam die Frage auf, ob es wohl einen lustigen weiße-Fahnen-Staffeltausch zwischen ihnen und Blutengel gab). Anne Clarks Darbietung wirkte sehr routiniert und bieder, durchaus Spaß dagegen machte es, mal wieder den Pitchies zuzuschauen und unbestritten verdient waren And One und Skinny Puppy als Headliner gesetzt!

Project Pitchfork

Project Pitchfork

Während Steve Naghavi allerdings mit erotisch lasziver Sonnenbrillenbestückung und kokettem grün-braun-buntem Bundeswehr-Tarnanzug zu „Deutschmaschine“ auftrat und damit wahrscheinlich all seinen Kriegern und Schlampen den Hals verdrehte, zog es Mr. Skinny Puppy vor, sein Publikum mit weiß-bunter Kostümierung (eine Mischung zwischen böser Clown und Klux-Klux-Klan-Krieger) und dumpf hämmernden Electrosounds zu begeistern und… die Hallendecke hielt.

Nach einem kurzen Abstecher zur Aftershow im Theater begaben wir uns ziemlich früh und reichlich müde gen Essen, um am Sonntag in alter Frische wieder auflaufen und lange durchhalten zu können.

Skinny PuppyAnd One

Fotos: Skinny Puppy links, And One rechts.

Fazit des ersten Tages: Es war sehr voll, die Musik war sehr elektronisch angehaucht, Solitary Experiments waren sehr langweilig und Skinny Puppy sehr toll!

Das war die Rückschau auf Tag 1 des Amphi Festivals 2010, hier geht’s zur Rückschau auf Tag 2.

5 Kommentare zu “Amphi 2010: Tag 1 am Tanzbrunnen Köln”

  1. Nummer 1: Amphi 2010: Tag 2 am Tanzbrunnen Köln | Festival News sagt:

    […] Die Festivalhopper Veronika und Cutter berichten vom 6.Amphi Festival, das am 24.+25.07.2010 in Köln stattfand. Es folgt der Bericht von Tag2, hier geht’s zu Bericht und Fotos vom Amphi Festivaltag eins 2010. […]

  2. Nummer 2: 16.000 feierten beim Amphi Festival 2010 | Festival News sagt:

    […] Festival 2010 gab es bei uns ja bereits: Festivalhopper Cutter berichtete ausführlich vom Amphi Samstag und vom Amphi […]

  3. Nummer 3: mausi 11 sagt:

    hi finde es echt cool gehe nächstes jahr auch hin

  4. Nummer 4: Summer Darkness 2010, Utrecht/NL – Nachbericht | Festival News sagt:

    […] lockt jedes Jahr die schwarze Szene Deutschlands zu verschiedenen Orten. Mit WGT, Blackfield, Amphi und M’era Luna sind auch die willigsten Festivalbesucher gut beschäftigt und haben […]

  5. Nummer 5: Icon Of Coil, Stahlmann, Solitary Experiments beim Amphi 2013 | Festival News sagt:

    […] ihrem gefeierten Amphi-Debüt 2010 kehren Solitary Experiments 2013 für einen weiteren stimmungsvollen Auftritt zurück. Sie gelten […]

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