“Jerk Chicken and one Festival please”

News am 3. Februar 2009 von Yoda

img_3279-menu2Wenn es bei Festivalhopper Hühnchen gäbe könnten auch wir dieser Bitte nachkommen – so allerdings empfehlen wir diese Order im Land des Reggae, in Jamaika, zu äussern. Ein Bericht von Festivalhopper Yoda (Snow Hill, Jamaika).

Ich hatte ja schon gewusst, dass Musik allgegenwärtig ist auf Jamaika, aber dass man ein Festival als Beilage zum Essen mitbestellen kann wusste ich noch nicht..

Nine Mile, im "Geburtshaus" von Bob Marley. Nine Mile, Jamaika. Im "Geburtshaus" von Bob Marley. Bob Marley Mausoleum, davor der "Stone of Inspiration".
In Jamaika der Chief: Bob Marley. Bild in seinem “Jugendzimmer” und letzte Ruhestätte.

Da sitzte ich also in meinem Festivalhopper-shirt, irgendwo in den Bergen nahe der Nordküste auf Jamaika und bestelle ein halbes Pfund “Jerk Chicken” und “Festival“. Wie was – wieviele Festivals ich denn haben möchte fragt mich eine der stets unfreundlich-coolen Kassierinnen.. die Frage wieviele Festivals sie mir denn anbieten könne verkneife ich mir und bestelle ersteinmal nur eins. Es ist gelistet unter “Side Dishes“, ausserdem standen “Rice” und “French Fries” zur Auswahl, klar dass ich mich für das Festival entschieden habe und komisch, man sagt ja ansonsten auch nicht wieviele Pommes oder Reiskörner man haben möchte..

“Ich hatte heute superzartes Fleisch und drei Festivals zum Mittag”

Mit Jerk wird übrigens Fisch oder Fleisch bezeichnet, das mit einer “Jerk”marinade versehen möglichst langsam über Pimentholz gegart wird. Eine traditionelle Methode Essen zuzubereiten, die von den Maroons (einstmals entlaufenen Sklaven) stammt. Aber was hat es mit dem Festival auf sich?

Jerk Pork mit Reis und zwei Festivals. img_2731_1 drei Freunde, die unbedingt dazugehören, Ketchup, Jerksauce + Red Stripe (Jamaican Beer).
Zur Erklärung einfach mit der Maus übers Bild.

Die leckere Auflösung ließ keine fünf Minuten auf sich warten. Das “Festival” ist ein verknotetes Stück gebackene Teigrolle*, das warm serviert wird und leicht süsslich schmeckt. *lecker* Ich hätte doch gleich mehrere bestellen sollen! *gibts meistens aber unverknotet ;)

Einmal mit Jerk Food richtig sattessen kostet vielleicht 3Euro, das Festival gibts für ca.50Cent dazu, kein Wirt wird euch komisch anschauen wenn ihr gleich mehrere Festivals bestellt ;-). Auf Jamaika gibts das Festival also schon gleich beim Essen dazu – und das für weniger als nen Euro, das ist doch mal was. Wem das immernoch zuviel ist, der kann sich ja gern einmal unsere bisherige Liste mit den “Umsonst und Draussen“-Festivals 2009 anschauen (Gesamtliste 2009).;-)

ein Festival bitte.. das ist ein Festival.. ..und das ist ein halbes Festival!

Auf Jamaika gibts übrigens auch Musikfestivals, die auch “Festival” heissen – und zwar ganz schön viele! Bei Festivsalhopper haben wir bisher aber nur ein paar wenige jamaikanische Festivals gelistet, da bisher nicht soviele Nachfragen danach kommen. Ganz aktuell – ab Ende dieser Woche wird hier einen Monat lang der Geburtstag von Bob Marley gefeiert: Bob Marley Birthday Celebration. Auch ab nächstes Wochenende das Pineapple Cup Montego Bay Race 2009 – hier werden übrigens noch freiwillige Helfer, z.B. Funker direkt fürs Rennen gesucht. ;). Das weltbekannte Jamaica Jazz Blues Festival ist ja leider schon vorbei.. am 15.Februar gibts noch ein erwähnenswertes Martkfestival, das fi wi Sinting. (übrigens, im bayrischen Deutschland gibts diesen Samstag auch ein kleines Bob Marley Birthday Bash)

Mein Haus. Mein Auto. Mein Pool.
Privatfotos: Mein Haus. Mein Auto. Mein Pool.

Musik ist der wahrscheinlich wichtigste kulturelle Bestandteil im alltäglichen Leben vieler Jamaikaner. An jeder Ecke groovt es irgendwie, ob klassisches Reggae aus dem Ghettoblaster, Ska, afrikanisches Folk, Rocksteady, R&B, Dancehall, Ragga aus Restaurants, Bars, Autos, Marktplätzen oder die Kirche nebenan beschallt das Viertel mit Liturgiegesang oder Gospel. Dazu beschert Musik den Jamaikaner soviel Lebensfreude, dass sie beim Gehen auf der Strasse, im Bus oder Taxi mitunter einfach anfangen zu singen oder tanzen. Legt der Taxifahrer einen beliebten Song auf, singt schonmal das ganze Taxi mit – bis auf den blöden weissen Touri, der leider nicht textfest ist, ein Mit-Grooven kann aber auch der sich nicht verkneifen. Jedenfalls mag ich ab sofort jamaikanische Festivals lieber als die europäischen.. ich bin wohl auf den Geschmack gekommen.

5 Kommentare zu ““Jerk Chicken and one Festival please””

  1. Nummer 1: Lech sagt:

    Au mann!!! Wie geil… viel Spass dir noch und nicht zu viele Festivals essen ;)

  2. Nummer 2: Ab-nach-Jamaika.de sagt:

    Hallo Yoda, ich war vor einem Jahr da und habe ähnlich lustig geschaut. Aber das Festival ist echt mal ein Klasse Brot. Leicht süßlich und wenn ich das Red Stripe auf dem Foto sehe, dann bekomme ich gleich wieder Hunger drauf.

    Es gibt ja auch Festivals die man nicht besuchen kann weil da rumgeschossen wird, aber ja, Partys in Jamaika sind geil!!!

  3. Nummer 3: UB40 beim Summerjam und Tollwood | Festival News sagt:

    […] dazu sei nochmal auf den Jamaika-Reggae-Festival-Artikel unseres Festivalhopperkollegens Yoda verwiesen Veröffentlicht von die Festivalhopper am […]

  4. Nummer 4: Die Jamaikaner kommen - zum CRS 2009 | Festival News sagt:

    […] und Sachsen, sowie 5€ Müllpfand, die ihr am Ende zurückbekommt. Foto oben links von Yoda aus Jamaika. Veröffentlicht von Festivalhopper Yoda am 22. April 2009 Abgelegt unter Festivalnews, […]

  5. Nummer 5: Rumble Reggae kommt zurück - 5.+6.Juni | Festival News sagt:

    […] angemessenen Festivalflair werden die zahlreichen Aufsteller sorgen. Vom jamaikanischen Jerk Chicken bis zur Tasche aus Nepal ist alles dabei. Wer auf ein kleines chilliges Festival mit besten Vibez […]

Kommentar schreiben

© 2005-2019 Festivalhopper.de - Ralf Prescher & Team | Impressum | Kontakt | Datenschutz | Werbung