DEEZ NUTS hustlen Erfurt – Metal Gulasch Auflage XIV

News am 12. Juli 2016 von Kay

MG_11Yeahhhhh, DEEZ NUTS is in town! Straight outta Melborne schicken sich die Party-HC-Aussies an, dem sonst so beschaulichen grünen Herzen Deutschlands den Puls auf Zenit zu peitschen. Unsere Reporter für´s Grobe, Kay & Marie, waren bei der 14. Auflage der Metal Gulasch-Events im Erfurter Club From Hell am Start und wurden vom Deluxe-Lineup ordentlich angefixt…

 

Sie sind der ungeschönte Gegenentwurf zur, den Hardcore über weite Strecken prägenden, Straight edge-Bewegung. PMA (a.d. Red.: positive mental attitude) ist ihnen ein Fremdwort. Immer schön destruktiv, heißt die Devise. Das Video zum Song Face this on my own bringt es auf den Punkt. Zerstörung des urbanen Raumes und dabei saufend & rauchend dem eigenen Körper mal klarmachen, dass da wahrscheinlich niemals ein X auf dem Handrücken zur Regenaration der geschundenen Organe beitragen wird. Na klaaaaa, Aldaaa – wenn eine HC-Kapelle diesen Lifestyle verkörpert, dann DEEZ NUTS.

Die Mannen um Front-Proll JJ Peters polarisieren die Szene mittlerweile schon viele Jahre mit ihrer konsequenten Cross over-Mixtur aus HC, Rap & Metal. Und trotz ihrer anfänglichen Exotenrolle genießen die zugehackten Straßenköter vom Südkontinent fast schon Kultstatus. Selbst in meinem musikalisch sehr diversen Bekanntenkreis gehen annähernd alle auf die rotzigen Beats & Riffs der Beastie Boys des Hardcore steil – denn DN bedienen die niederen Instinkte, die ausnamslos jeder von uns, vom katholischen Pfarrer bis zur ewigen Emanze Alice Schwarzer, in sich trägt.

Jo, wer also 1&1 zusammen zählt, dem ist spätestens jetzt klar, dass die Mischung aus DN, eingepfercht in ´nen mittelgroßen & authentischen Szene-Club wie dem From Hell definitiv ein Garant für ´nen zünftigen Abriss darstellt.

Aber immer der Reihe nach… Der Abend startete früh, denn der Veranstalter hat bei der Zusammenstellung des Lineup´s richtig Geschmack bewiesen und dem Headliner ordentlich Support zur Seite gestellt. Die Bretter anheizen durften die Jungs von FORESTER – eine noch junge Local-Combo die ihren Bandnamen definitiv von ihren Wurzeln im Fichtendickicht des Thüringer Waldes abgeleitet hat. Die Mischung aus Pop-Punk & HC-Elementen ist definitv erfrischend innovativ.

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Sänger Retro überzeugt gesangstechnisch sowohl bei den Melodic- als auch bei den Scream-parts. Die Dudes haben definitiv Potential und bringen auch ne ordentliche Schippe Erfahrung mit, denn der Kern der Wald-Rednecks hat schon beim früheren Metalcore-Projekt Medea Rising gerlernt die Klampfe auf Drop C zu stimmen und brutale Breakdowns in die Crowd zu prügeln. Fazit: Da kommt ´ne tighte Truppe aus der Lichtung, die definitiv in Zukunft den Staatswald anteilig roden werden.

MG_4Es folgten die Erfurter Lokalmatadore NINETYNINE. Der Saal füllte sich zunehmends zum klassischen HC der musikalisch echt potenten Band um Shouter Thomas. Wir konnten die Jungs bereits in der Vergangenheit mehrfach bei überzeugenden Bühnen-Performances erleben und zogen uns daher ohne schlechtes Gewissen in den wirklich chilligen Innenhof des From Hell zurück. Bei bestem abendlichem Sommerwetter konnte sich die Crowd hier mit Merch & carnivoren/veganen-Fressereien eindecken, die Lunge asphaltieren oder unter der wunsderschönen Linde ein paar Pils in die Figur bauen – hey, kommt schon – Deez Nuts funktioniert am besten mit ´ner leichten Standarte!

MG_5Ok, ein wenig Zeit zum aufwärmen war dann doch noch. HARM/SHELTER schickten sich an, die Stage einzureiten. Wer die Boys aus Gießen kennt, weiß um deren unbändige Energie und gandenlose Live-Performance. Und klar, die routinierten HC-Jünger standen ihren Mann wie gewohnt und sorgten für brennende Luft in der Moshpit. Definitiv nichts für Folks, die Hämatome nur in Form von Knutschflecken am Hals herum tragen. Dennoch H/S hat es musikalMG_13isch einfach drauf – der Sound groovt, die Tempi-Wechsel werden punktgenau eingeleitet und die Guitar-Soli schmecken im dominierenden Powerchord-Gewitter. Ganz klare Empfehlung vom Mugge-Sommelier!

Yeaaaaaahhhh… Zurück vom seriösen Geballer der beiden Vorgänger-Bands zur Saufstimmung & Party-Attitude der Headliner. DEEZ NUTS betraten das Podium und im Club stieg die Luftfeuchtigkeit schlagartig auf tropische 100%. Mich überkam eine übersteigerte Bierlaune und der Blick an die Bar offenbarte, dass ich nicht alleine war und ordentlich Booze & Beer über den Tresen ging. Ja scheiße, es war einfach jeden klar, dass spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen war, jegliche Neujahrs-Vorsätze in Bezug auf verantwortungsvollen Alkoholkonsum abzulegen.

 

MG_8Und es kam wie es kommen musste: Kaum ballerten die ersten Chords durch den Äther fing die Crowd Feuer und brachte ordentlich Dynamik in die Pit. Zu Klassikern wie “tonight we´re gonna party” und “band of brothers” drehten auch die hinteren Reihen durch und brachten den Club statisch an die Grenzen, was dieser prompt mit einem Stromausfall quittierte. Was ´ne geile Nummer, als die Menge die Band auf der stockdunklen Stage mit geil improvisiertem Chorgesang anfeuerte. JJ war gut beeindruckt von der Atmosphäre und schickte mehrere Thanks-messages in die Crowd. Das From Hell erbarmte sich und sendete wieder Saft in die Amps, sodass nach dem kurzen Durchatmen-Intermezzo Round 2 eingeleitet wurde. Gemäß dem bandeigenen Motto stagedives & highfives wurde gefühlt der halbe Club über die Bühne geschleust und mit ´nem musikalischen Arschtritt wieder in die Menge befördert. Fjedn! Da ging richtig was – siehe Video!

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All in all: Von der Orga & Atmosphäre im Club, über Gastro & Merch bis hin natürlich zum Lineup war das 14. Metal Gulash definitiv ´ne 1st-class-supreme-Show.

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Fettes Danke an die Veranstalter dafür – DIY as it´s best! Am Ende bleibt uns nur zu sagen: Leude, lasst euch nicht lumpen und kommt zur 15. Auflage am 15.08 mit dem Sahnestück STICK TO YOUR GUNS an gleicher Stelle.

Cya, rinjescheppert & High5,

Kay & Marie

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