M’era Luna 2012 – Sonntag mit Eisbrecher, New Model Army uvm.

News am 17. August 2012 von MiriamR

Festivalhopperin Miriam war gemeinsam mit Anni beim M’era Luna 2012 am 11. und 12. August vor Ort und haben euch diesen Bericht (Teil 2) und schicke Bilder mitgebracht.

Der zweite Festivaltag (Bericht vom ersten Tag gab es hier) ging mit der belgischen EBM-Band The Juggernauts im Hanger los. Danach stand das weibliche Streicherquartett Eklipse auf der Bühne, das bekannte Popsongs auf ihren Streichinstrumenten covert, denen dann Absolute Body Control (EBM) folgten.

Eine Inie Rock Band auf dem M’era Luna? Les Jupes durften mit ihrem düsteren und melodischen Indie Rock auf der Mainstage den Anfang machen, die bei den Meisten ganz gut ankamen. Danach wurden die Besucher, die durch die brennende Sonne eh schon aufgeheizt waren, von Lahannya der britischen Sängerin/Songwriterin (Elektro/alternative Rock/Metal) noch mehr eingeheizt. Lahnnya wurde von den dark Rockern Lacrimas Profundere abgelöst, die ein gern gesehender Gast auf dem M’era Luna sind und wieder mit ihrem Gig überzeugten.

Im Hanger standen jetzt Down Below (Power Pop/Dark Rock) auf dem Programm, die erstmals 2007 auf dem M’era Luna zu sehen waren. Für Down Below, die keine unbekannte Band mehr ist, sind viele Fans, die eher zur jüngeren Generation gehören, angereist. Man mekt, dass die Band schon viel Bühnenerfahrung gesammelt hat, denn sie lieferten mal wieder eine professionelle Show ab.

Drehleier, Harfe und Trommeln kamen jetzt auf der Main Stage zum Einsatz. Faun spielen Pagan-Folk und führten durch ein abwechslungsreiches Programm, welches zum tanzen aber auch zum träumen verführte „Es ist, als würde man in eine andere Epoche reisen“ sagt eine Besucherin. In den rund 40 Minuten war Gänsehaut-Alarm nicht ausgeschlossen.

 

Jetzt war Aggrotech im Hanger angesagt. Nebel, Strobo und druckvoller Bass dominierten die 50 minütige Show von AMADUSCIA, die extra aus Mexico angereist waren. Die meisten konnten bei diesem Konzert nicht lange still stehen.

Draußen ging es mit einer M’era Luna Legende weiter: Welle:Erdball. Die Band gehört schon fast zum Inventar, denn Sänger Honey moderiert alljährlich das M’era Luna. Mit ihrem Minimal Electro versuchte die Band die Menge zu elektrisieren, was ihnen erfolgreich gelang. In der 45 minütigen Show gab es einige Überraschungen wie, z.B. einen unterschriebenen C-64-Karton, den Honey in die Menge warf.

 

 

 

 

Als sich bei uns der Hunger meldete, machten uns nun auf den Weg und mussten nicht lange nach etwas essbarem suchen. Auch dieses Jahr wurde wieder so viel angeboten, dass man sich fast gar nicht entscheiden konnte: von Hot Dogs bis zum mittelalterlischen Schmaus, war für jeden etwas dabei. Auf dem Mittelaltermarkt konnte man wieder an vielen Aktionen teilnehmen. Während die Mittagssonne einigen sehr zu schaffen machte, haben es sich andere nicht nehmen lassen und nahmen an schweißtreibenden Aktionen auf dem Mittelaltermarkt teil.

Wer, nach dem zugegebenermaßen etwas teuren Mittagessen, noch genug im Portemonnaie hatte, konnte sein Geld an diversen Schmuck und Bekleidungs-Ständen lassen, von denen es nicht zu wenige gab.

Die Besucher, die sich wieder rausgeputzt haben, schienen trotz der Hitze (bis auf ein paar Ausnahmen, bei denen sogar der Krankenwagen ausrücken musste) das Festival in vollen Zügen zu genießen. Es gab keine ungewöhnlichen Vorfälle oder Auschreitungen, so wie es auf dem M’era Luna eigentlich üblich ist.

Dann mussten wir auch schon wieder zur Mainstage, wo Schandmaul angekündigt waren. Mit dem Motto „Traumtänzer“ verbreiteten die Musiker gute Laune auf dem vollen Festivalgelände. Allerdings gibt es zur Zeit eine kleine Veränderung in der Besetzung. Sänger Thomas Lindner klärte auf: „Anna (Violine, Drehleier) und Birgit (Flöten,u.a.) haben vor kurzem geworfen“. Das erklärt natürlich, warum die zwei Frauen in der Band vorübergehend durch Gastmusiker vertreten werden.

 

Nach einer kleinen Umbaupause waren auch schon Eisbrecher dran, die schon oft auf dem M’era Luna spielten und zur Zeit viel Erfolg ernten. Der Erfolg tut dieser Band aber ganz gut. Sänger Alexx hat seine charmante Art behalten und wirkt nicht abgehoben. Auch der Rest der Band hatte sichtlich Spaß auf der Bühne und freute sich über die vielen Fans die extra gekommen sind. Songs wie: „Exess Express“,  „Die Hölle Muss Warten“ oder „Willkommen im Nichts“ wurden laut mitgesungen. Eine gute Stunde lang haben Eisbrecher ein ordendliches Konzert gespielt.

 

Danach ging es wieder rüber in’s Hanger wo die Industrial Legende KMFDM angekündigt war. Mit Synthiesizern, E-Gitarren und Drums ging es laut zur Sache. Mit Songs wie: „Saft & Kraft“, „Hau Ruck“ und „Potz Blitz“ brachte die Band die Menge zum tanzen.

 

Die Show von KMFDM konnten wir leider nicht zu Ende sehen, weil wir schnell wieder zur Hauptbühne mussten. New Model Army warteten schon darauf, das M’era Luna zu rocken. Vor der Bühne versammelte sich ein breit gemischtes Publikum. Viele freuten sich auf ihre Jugendlegende. Die Independent-Rocker, die seit den 80er’n im Geschäft sind, sind nicht mehr die jungen Punks von damals, was man ihnen natürlich ansieht. Musikalisch haben sie es aber dennoch so gut drauf wie damals. Auch der neue Bassist, Ceri Monger, machte einen guten Eindruck auf der Bühne. Die alten Fans waren begeistert und neue Fans haben New Model Army nach diesem gelungenem Konzert bestimmt dazu gewonnen.

Nach dem einstündigen Konzert mussten wir wieder zur anderen Bühne. Die mexikanische Elektrokombo Hocico, die schon zum 4. Mal auf dem M’era Luna spielten, war der letzte Act im Hanger. Die Fans warteten schon ungeduldig bis dann endlich Erk Aicrag und Racso Agroyam die düstere und vernebelte Bühne stürmten. Währen die Fans euphorisch die letzte Band im Hanger feierte, mussten wir auch schon wieder zur Mainstage. Der Headliner In Extremo stand als Letztes auf dem Programm, auf die wir uns schon gefreut haben und wir wurden nicht enttäuscht. Der erste Funke sprühte auch schon mit dem ersten Knall über. Mit der typischen In-Extremo Pyro-Show gab es, wie immer, was für’s Auge. Doch auch musikalisch konnten die 7 Spielmänner wieder gut überzeugen. Die bunt gemischte Set-List aus alten und neuen Songs kam gut an. Obwohl der Sound allgemein etwas zu leise war, kam eine schöne Stimmung auf. Bei Klassikern wie „der Wind“, „Erdbeermund“ oder „küss mich“ sang der ganze Platz mit und so haben wir unseren Sonntag enspannt ausklingen lassen. Wir sind schon darauf gespannt, was das M’era Luna 2013 am 10. und 11. August zu bieten hat.

Ein Kommentar zu “M’era Luna 2012 – Sonntag mit Eisbrecher, New Model Army uvm.”

  1. Nummer 1: carin sagt:

    hallo sehr netter bericht wirklich toll , wann sind denn endlich mal die bilder in der gallerie??

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