Es muss nicht immer die Mainstage sein – Tomorrowland-Samstag 2012

News am 29. Juli 2012 von Mario Vondegracht

tomorrowland 2012Den Samstag beim Tomorrowland Festival (hier unser Artikel über den Freitag beim Tomorrowland 2012) in Boom (bei Antwerpen in Belgien) nutzten wir zunächst für eine ausgiebige Erkundung des für uns neuen Terrains. Der Freizeit- und Erholungspark De Schorre ist groß, dass es eine Zeit lang dauerte, bis man sich zurecht fand.

Zunächst wurde die Q-Dance-Bühne besucht, die ausschließlich für Hardcore-Acts aufgebaut wurde. Im Anschluss ging es zur Bühne »Paul Van Dyk«, wo neben jenem Paul Van Dyk auch viele andere DJ’s auflegten. Als ich die riesige, zweitgrößte Bühne des Festivals in Augenschein nahm, bediente gerade Ferry Corsten die Regler mit hartem Techno, den die Besucher sichtlich ausgelassen gerne annahmen.

Seebühne Tomorrowland 2012Anschließend ging es auf das Riesenrad, das von einer belgischen Fluggesellschaft gesponsert wurde. Einmal oben angekommen, hat man eine herrliche Sicht auf das Gelände, so dass man sich nun viel besser zurechtfand.

Von da aus ging es weiter zu den »Cocoon Heroes«. Cocoon Recordings ist ein Plattenlabel mit Sitz in Frankfurt am Main und wurde im Jahr 2000 von DJ Sven Väth gegründet. Der 47-jährige Väth ist eine Legende seines Faches und ein Anhänger der EBM (Electronic Body Music), ein elektronischer Musikstil, der in den 80iger Jahren in Belgien erfunden wurde. Väth durfte das Programm mit Künstlern seiner Wahl zusammenstellen, was der Kohärenz natürlich nicht schadete. Der Chef selber legte am Abend ein drei Stunden Set hin.

tomorrowland 2012Die Mainstage war, obschon am Freitag schon in Augenschein genommen, wieder ein absoluter Hingucker. Es ist beeindruckend, wie hier rund 35.000 Menschen gemeinsam gänzlich total aus dem Häusschen sind. Andererseits ist das Musikprogramm auf dieser Bühne nicht außergewöhnlich. Die DJ’s fahren die sichere Schiene und ‚bedienen das Volk‘.

Weder Dimitri Vegas & Like Mike, noch Tomorrowland Lasershow 2012Skrillex oder die Swedish House Mafia überraschten. Selbst der Dubstep-Superstar Skrillex spielte erst gegen Ende seines Sets ’seinen Dubstep‘. Vorher gab es wie bei jedem Act deftigen Electro auf die Ohren. Da sind mir die Nebenbühnen deutlich lieber. So wie jene, die uns ein paar Ostbelgier aus Eupen am Abend zeigten. In einem kleinen Tunnel, völlig versteckt, stand eine Mini-Bühne, wo rund 50 Menschen eine wilde Party feierten. Hier fühlten wir uns wohl. Hier fanden wir unser Highlight des Abends.

Nun geht es gleich weiter mit Riva Starr, Derrick May, Cassius, Pete Tong, Kollektiv Turmstraße, Green Velvet, David Guetta, Dave Clarke und Richie Hawtin.

Mehr Bilder vom Tomorrowland 2012 – hier in unserer Galerie.

Bilder: Andreas Jodocy [propix.be]

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