SUMMERJAM – Keeping the good vibes

News am 7. Juli 2009 von Daniel Wendt

summerjam 2009Beim Summerjam 2009 versammelten sich zum 24. Mal national, wie auch international bekannte Reggae- und Dancehall-Künstler auf der Regatta Insel am Fühlinger See in Köln, um mit ihren „good vibes“ die Massive in Bewegung zu bringen.

Das diesjährige Motto des SummerjamKeeping the good vibes wurde in Anlehnung an die weltweite Finanzkrise gewählt und sollte daran erinnern, dass es noch mehr gibt, außer Geld, Geld und nochmals Geld. Doch von Krise war weder auf dem Campingplatz, auf dem jeder freie Zentimeter genutzt wurde, noch auch auf dem Festivalgelände etwas zu spüren. Wo wir hinschauten, fanden wir tanzende, lachende, singende und/oder springende Besucher, die ausgelassen mit Bier oder Snacks zum bunt gemischten Musikprogramm feierten.

camping am see feiern am tage feiern bis in die nacht

Auch wir haben uns unsere persönlichen Highlights an den drei Tagen Festival herausgepickt, zu denen wir kurz einige Eindrücke wiedergeben wollen. Weitere Fotos vom Summerjam 2009 findet ihr (bald) im Bilderbereich von Festivalhopper.

Summerjam 2009 Freitag – der erste Tag

Bereits das Lineup für den ersten Tag des Festivals versprach einiges: So freuten wir uns auf Nosliw, Ward 21, Patrice und Jan Delay & Disko No. 1 ganz besonders und wurden auch nicht enttäuscht.

nosliwNach Nattyflo ging es mit deutschem Reggae/Dancehall-Vibes weiter. Neben Hits wie „Nur Dabei“ oder „Mehr davon“, zeigte Nosliw in seiner Zugabe, dass es nur eine Stimme und Drums und braucht, um zehntausende Fans „Alarm“ machen zu lassen.

Es folgte feinster Dancehall der jamaikanischen Jungs von „Ward 21“, die bereits seit 1998 die Massen zum Feiern bringen. Ein wenig verschnaufen konnten wir bei Patrice. Doch Tracks aus seinem neuen Album und Klassiker, wie „Up in my room“, ließen uns nicht still stehen.

ward21 foto 1 ward21 foto 2 patrice foto

Zum Abschluss des ersten Festivaltages bot sich uns mit Jan Delay und seiner Disko No. 1 ein Reggae-/Hip-Hop-/Funk-Potpourri der Extraklasse. Im Maß geschneiderten „Reggaeanzug“ versorgte uns Jan Delay u. a. mit den Titeln „Vergiftet“, „Mercedes Dance“ und einem Mix von Deichkinds „Krawall und Remmi Demmi“.

jan delay summerjam 2009 jan delay foto jan delay disko no1 background singers

Samstag beim Summerjam – der 2. Tag

Nach einer kurzen Nacht, stimmten wir uns mit Jondo auf den zweiten Tag ein. Als bester Newcomer 2005 von den RIDDIM-Lesern gewählt, spielte er Titel seines neuen Albums „Pure, verzichtete aber auch nicht auf Klassiker wie beispielsweise „Rainbow Warrior“.

jondo alborosie foto 1 alborosie foto 2

Da Barrington Levy aufgrund von Einreiseschwierigkeiten nicht auftreten konnte, wurde Ersatz gebucht und – wie wir finden – Spitzenersatz. Alborosie, der in Sizilien geboren, mittlerweile nach Jamaika ausgewandert ist, verwöhnte unsere Ohren mit feinen „Reggae-Tunes“ und harten „Dancehall-Vibes“.

samy deluxe summerjamMit dem Wechsel zur anderen Bühne, kündigte sich ein weiterer deutscher Künstler an. Samy Deluxe, der „Rapper aus Hamburg-Eppendorf“, hatte neben „Dynamit!“ auch Texte im Gepäck, die sich mit seiner Kindheit ohne Vater beschäftigen. Außderdem holte Samy Deluxe D-Flame auf die Bühne.

Wieder zurück zur Red Stage, erwartete uns Buju Banton & Shiloh Band. Neben Sizzla und Capleton zählt der 1973 in Kingston geborene Jamaikaner zu den bedeutenden Stimmen der Musikkultur des Landes. Der „Geschichtenerzähler“ wirbelte fast eineinhalb Stunden auf der riesigen Bühne umher und brachte uns und die Massen zum Feiern.

buju banton on stage buju banton foto 2 buju banton singing

Zum Ausklang des zweiten Festivaltages fand sich Bunny Wailer & His Solomonic Reggaestra auf der Red Stage ein. Der betagte Musiker Bunny war Mitglied der legendären Wailers von Bob Marley und beschloss den Tag mit Rootz-Reggae-Tunes.

3. Tag beim Summerjam – der Sonntag

Nach den anstrengenden ersten zwei Tagen des Festivals, begannen wir den letzten Tag mit Admiral T, einem bisher noch relativ unbekannten Künstler aus Guadeloupe. Mit kreolischen Ragga, einer Mischung aus Dancehall und „Gwo Ka“, landestypischer Sound, trieb er das Publikum bis zur Erschöpfung an. Für die weiblichen Fans besonders sehenswert waren seine zwei Tänzer, die die Stimmung zusätzlich anheizten.

admiral T admiral T Dancer nneka summerjam 2009

Für Entspannung sorgte danach Nneka, die mit ihrer einzigartigen Stimme und den „Souligen Riddims“ begeisterte und uns Kräfte für die nächsten Künstler sammeln ließ.

Mit treibenden Ska-Reggae macht seit 1995 die französische Band „Babylon Circus“ auf sich aufmerksam. Da es mittlerweile unser fünftes Konzert der 10-köpfigen Truppe war, freuten wir uns ganz besonders auf die Bühnenshow. Zwar wartete die Band mit bekanntem Sound auf, konnte unsere Erwartungen aber leider nicht ganz erfüllen.

babylon circus sänger babylon circus band babylon circus band 2

Mit einem schnellen Wechseln zur Red Stage freuten wir uns auf Sunshine-Reggae von UB 40 aus England, die unseres Wissens nach, erstmalig auf dem Festival spielten. Seit über 20 Jahren im Geschäft, verzichteten die Band nicht auf Hits wie „Red Red Wine“ und „Kingston Town“ Mit dem Klassiker „Falling in Love“ wurde dann das Feuerwerk am gegenüberliegenden Seeufer entzündet. Ein würdiger Abschluss für das Summerjam 2009.

ub40 summerjam ub40 band ub40 stage

Fazit zum Sumerjam 2009

Zum Summerjam 2009 konnten wir viele Stunden mit „good vibes“ am Fühlinger See genießen. Besonders gefallen haben uns, dass ausgesprochen friedliche Publikum – von Schlägereien oder Pöpeleien ist uns nichts bekannt, die Künstlern und Bands, die für die gute Musik gesorgt haben, die gesamte Festival-Organisation inklusive der sehr netten Security sowie das super Wetter, das bis auf wenige Tropfen zur Abkühlung, gehalten hat.

chillen auf der insel buntes publikum summerjam abendstimmung

Positiv waren außerdem die ca. 50 kostenlosen Trinkwasserstationen, an denen man seine Trinkflaschen, Becher oder Tetra-Packs nachfüllen konnte, was bei den schwül-heißen Temperaturen unbedingt nötig war. Interessant waren auch die zahlreichen Stände, die mit Snack und allerlei Nützlichem für den Reggae-Fan, wie Tücher, Mützen oder Shirts, für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas boten.

Weniger gut war allerdings, dass das Lineup bereits am Freitag um 15:00 Uhr vergriffen war, die Biersorte aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen „geheim“ gehalten wurde und die Moderation zwischen den Bands leider manchmal nicht so besonders gut war. Wünschenswert wären für die Zukunft vielleicht einige Informationen zu den Künstlern und Bands.

Dennoch werden wir gern wiederkommen und das nächste „Schlemmerjam“ genießen.

weitere Fotos: Summerjam 2009 Bilder

Text und Fotos: Sindy & Daniel

Ein Kommentar zu “SUMMERJAM – Keeping the good vibes”

  1. Nummer 1: SummerJAM 2011 Weihnachtstickets im VVK | Festival News sagt:

    […] weitere zum Summerjam auf http://www.summerjam.de oder lest unseren ausführlichen Bericht vom Summerjam 2009. Veröffentlicht von die Festivalhopper am 4. Oktober 2010 Abgelegt unter Festivalnews, […]

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