Gelungenes Serengeti Festival 2011 mit neuer Location

News am 27. Juli 2011 von Schmoki14

Am 22. und 23. Juli 2011 ging das Serengeti Festival in die sechste Runde. Auf einem neuen Gelände, direkt gegenüber des Safariparks Schloß Holte-Stukenbrock präsentierten sich 21 Bands vor knapp 10.000 Zuschauern.

Als wir am Donnerstagabend zum Serengeti Festival reisten, ging alles ziemlich zügig voran. Die Laufstrecken vom Parkplatz zum Campingplatz waren sehr klein, sodass man seinen Kram schnell auf dem Gelände hatte. Ein recht überschaubarer Campingplatz wartete auf uns. Wir bauten schnell unser Zelt auf und dann ging es direkt ab mit unseren neuen Nachbarn zur Warm-Up Party, wo das Dancefloor Cleaning System auflegte. Man machte schon auf der Warm-Up Party viele kleine Bekanntschaften, die man auf dem Festival hin und wieder mal traf. Nach einigen Stunden Warm-Up Party ging es wieder zurück aufs Campinggelände, es stand ein anstrengendes Wochenende bevor.

Am Freitag schon patzte die Security direkt ordentlich. Die Eingänge zum Festivalgelände sollten gegen 12:00 Uhr geöffnet werden. Nach ca. 45 Minuten Verspätung wurden die Bauzäune von den Besuchern selbstständig an die Seite getragen, da um 12:50 Uhr bereits Distance in Embrace das Festival eröffneten und man wollte sich für dieses Jahr selbstverständlich vorerst noch die heiß begehrten Stoffbändchen kaufen, welche man in einem Gelb-Weißen Design mit schwarzer Serengeti Festival 2011 – Aufschrift für 1€ an den Arm gebunden bekommen hat. Hatte man sein Stoffbändchen am Arm waren Distance in Embrace schon so gut wie vorbei. Ich habe lediglich den letzten Song mitbekommen, was mich sehr ärgerte. Nach 20 Minuten Umbaupause ging es direkt mit Your Demise weiter. Your Demise legten Anfangs einen wirklich sehenswerten Auftritt hin, welcher zum Schluss immer etwas langweiliger wurde. Die Songs klangen fast identisch – etwas verbesserungswürdig.

Nach Your Demise gingen wir wieder auf den Campingplatz und lernten unsere Nachbarn etwas besser kennen. Die nahmen uns gegen 18:20 Uhr mit zu Rotfront, die wir vorher nicht kannten – danach waren wir sehr froh, dabei gewesen zu sein. Der Ton war sehr gut abgemischt und Rotfront brachte viel gute Stimmung in das Publikum. Um 19:25 Uhr spielten Caliban. Ich durfte mich von denen schon auf dem Area4 2010 überzeugen und war voller Vorfreude auf den Auftritt. Auch bei Caliban war der Ton super und das Cover „Sonne“ von Rammstein klang fast wie das Original.

Gegen 20:40 Uhr spielte die Punkrocklegende Pennywise. Ich war vom Auftritt ein wenig enttäuscht, da ich viel Gutes von der Band gehört hatte. Unter dem neuen Frontmann Zoli Telas kamen sie sehr lustlos rüber und spielten ihre Lieder einfach runter – schade!

Für mich das Highlight des Festivals waren WIZO. WIZO hatten auf dem Serengeti Festival 2011 ihren einzigen Deutschlandauftritt, da sie, wie auf dem Serengeti Festival 2011 angekündigt,  an ihrem neuen Album arbeiten. WIZO kamen sehr spielfreudig rüber und lieferten einen quasi perfekten Auftritt ab. Sie brachten die Senne schnell zum toben und machten viel Unsinn mit dem Publikum.

Der Headliner des Tages In Extremo kam um 23:40 Uhr auf die Bühne. Sie wirkten ziemlich lustlos und dudelten ihre Lieder nur so runter. Eine vom Publikum geforderte Zugabe wollten sie auch nicht geben. Echt schade. Abgesehen davon, waren die Lieder sehr gut gemischt, das einzige Lied, das meiner Meinung nach fehlte war der Spielmannsfluch.

Der Samstag begann für mich mit Adept. Sie betraten die Bühne um 13:55 Uhr. Der Auftritt war gelungen und alles wichtige war dabei.

Um 17:oo Uhr ging es weiter mit K.I.Z. . K.I.Z. machten einen wirklich guten Auftritt, so wie man es von ihnen erwartet hatte. Auch, wenn es sich beim Serengeti Festival um ein Rockfestival handelt, zogen K.I.Z. die Menschen förmlich an. Sie ließen eine Wall of Death in Herzform zelebrieren und das Publikum durfte springen und feiern. Nach dem Auftritt ging es erst einmal zur Bude etwas trinken und man wartete sehnsüchtig auf die Hardcorelegende Agnostic Front, welche ja Ersatz für Sick Of It All dienten, da diese abgesagt hatten, weil sie mit Rise Against in Japan touren. Über einen Auftritt von Sick Of It All hätte man sich wohl eher gefreut, denn der Gig von Agnostic Front war nicht wirklich gut. Frontmann Roger Miret verstand man kaum.

Nach Agnostic Front gönnten wir uns ersteinmal wieder eine kleine Pause auf dem Zeltplatz, bevor es zu Skindred weiter ging. Skindred spielten schon 2010 auf dem Serengeti Festival und das Publikum machte anscheinend so gut mit, dass Skindred wieder zusagten und auch 2011 ging es richtig ab.

Nach Skindred waren Bullet For My Valentine an der Reihe, die keinen guten Auftritt spielten. Bullet For My Valentine kamen äußerst lustlos rüber und der Ton war nicht gut gemisch. Wer sie nicht gesehen hat, hat nichts verpasst.

Gegen 23:40 Uhr war es endlich so weit: Bad Religion betraten die Bühne. Etwas schade, dass die meisten Leute nach Bullet For My Valentine auf den Campingplatz verschwanden, denn die haben echt etwas verpasst. Von alten bis neuen Liedern war alles dabei und die Meute bewegte sich gut. Ein absolut gelungener Auftritt.

Die Veranstalter des Serengeti Festivals haben ein riesen Lob verdient, muss ich an dieser Stelle sagen. Dafür, dass das Festival das erste Mal auf diesem Platz stattfand, lief das meiste reibungslos ab. Verbessert werden muss dennoch einiges.

Danke für die Fotos an Thomas Weiss, Art of Live

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