Serengeti Festival – Der Freitag – Im Regen stehen mit DJ Herbert

News am 18. August 2015 von Fabian

emil bulls fansWir sind Freitagmittag bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Serengeti Festival losgefahren. Nach 3 Stunden waren wir dann endlich angekommen und die Sonne schien immer noch. Das Zelt war schnell aufgebaut und dann war es theoretisch schon an der Zeit sich die erste Band anzuschauen. Mittlerweile tröpfelte es ein wenig und wir hörten aus der Ferne eine Durchsage vom Festivalgelände. Diese war nicht wirklich verständlich und wir dachten, dass es vielleicht eine Begrüßung von Seiten des Veranstalters wäre. Als wir dann am Eingang zum Festivalgelände angekommen waren, standen wir vor einem verschlossenen Zaun.

Da es mittlerweile etwas stärker regnete suchten wir uns einen etwas geschützteren Ort um auf die Öffnung des Zauns zu warten. Hier trafen wir dann auf eine Gruppe von Männern – unter ihnen DIE Lokalgröße (wie uns seine Kumpels sagten) DJ Herbert aus Tenne! – die anscheinend schon auf dem Gelände waren. Sie erzählten uns, dass sie gebeten wurden das Gelände wieder zu verlassen und dass die ersten beiden Bands (Apologies, I Have None und Jesper Munk) wegen einer Unwetterwarnung ausfallen würden. Na das geht ja gut los…

zugezogen_maskulin2Als wir dann gegen 18 Uhr endlich auf das Gelände durften, nutzten wir den Auftritt von Massendefekt erstmal für eine Runde über das Gelände. Es war schon beeindruckend wie klein der Komplex war. Eine komplette Runde an allen Fressbuden und den beiden Bühnen dauerte gerade mal 10 Minuten. Dabei konnte man aber auch schon die Speisekarten der Fressbuden auswendig lernen.

Die Jungs rund um DJ Herbert erzählten uns, dass pro Tag circa 10.000 Leute da sein werden und dass das Gelände schon mal größer war. Charmant war das Flair trotzdem. Die beiden Bühnen standen sich gegenüber und wenn man links oder rechts neben dem FOH Turm stand brauchte man sich theoretisch den ganzen Tag immer nur zur jeweiligen Bühne drehen und verpasste kein Konzert, hatte einen sehr guten Blick sowie einen adäquaten Sound.

 

zugezogen_maskuklin1Nachdem nun also die ersten beiden Konzerteausfielen, wobei wir uns besonders für Jesper Munk interessierten, schauten wir uns das Konzert von Zugezogen Maskulin an. Die beiden Rapper bestechen durch ihre sozialkritischen Texte, die sie vor allem Live unfassbar gut rüberbringen. Da spielt der DJ auch mal eine Violine… Das Publikum war extrem textsicher und ging sehr gut mit. Das war dann schon mal ein gelungener Auftakt!

emil_bulls3Nach einer halben Stunde war dann auch schon wieder Schluss und es ging direkt auf der großen Bühne weiter. Dort spielten die Emil Bulls. Um keine Zeit zu verlieren hat Sänger Christ gleich Druck gemacht und alle wichtigen Ansagen, die so zu einem Festival gehören, in die ersten 20 Sekunden des Konzerts gelegt. Natürlich durfte eine Wall of Death nicht fehlen. Diese wurde dann auch sofort zu Beginn abgearbeitet und danach haben die Bulls ihre 45 Minuten genutzt so viele Songs wie möglich zu spielen.

In eine völlig andere musikalische Richtung ging es im Anschluss bei Marcus Wiebusch.marcus_wiebusch Der Mann, der den meisten als Stimme von Kettcar ein Begriff sein sollte, kündigte auch direkt an, dass es Songs aus allen Phasen seines künstlerischen Schaffens geben wird. Leider können wir mit fast allen Phasen von Marcus Wiebusch nix anfangen und so haben wir uns das Geschehen dann doch lieber aus der Ferne angetan. Nachdem wir dann auf dem Zeltplatz waren und uns kulinarisch gestärkt haben, gingen wir wieder in Richtung Mainstage, wo Genetikk dafür verantwortlich waren das Publikum anzuheizen. Leider konnte das, aus unserer Sicht, der Auftritt nicht ganz. Das Publikum war nicht wirklich laut und leider war der Sound von der Bühne nicht der Beste. Es ist natürlich schwierig bei sehr textlastiger Musik mitzugehen, wenn man den Text nicht versteht…

Anschließend sollte man die Tanzschuhe angezogen haben. Die Mad Caddies aus Kalifornien betraten die kleine Bühne und brachten die Leute in ausgelassene Tanzstimmung. Besonders der Posaunist animierte immer wieder die Zuschauer und bewegte sich fast wie ein Flummi über die Bühne.

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royal_republic3Die nächsten beiden Bands ließen dann die Herzen der Rockfans höher schlagen. Die Schweden von Royal Republic spielten auf der großen Bühne. Der Auftritt war für uns eines der absoluten Highlights des Festivals. Die Band klang fantastisch und hatte sichtlich Spaß auf der Bühne zu stehen. Die Ansagen von Sänger Adam Grahn zeichneten sich durch so viel Humor aus, dass das Publikum auch nix dagegen gehabt hätte wenn er die ganze Zeit nur gequatscht hätte. Zumindest wirkte es so als er das Publikum fragte ob sie weiter spielen oder quatschen sollten. Glücklicherweise spielten sie dann doch weiter und das Publikum musste nicht auf Tommy Gun verzichten.

royal_republic1

kyle_gass1Nach einer Stunde war der Auftritt leider schon vorbei. Wir hätten den Jungs noch stundenlang zuhören können. Glücklicherweise kam direkt im Anschluss das nächste Highlight und wir mussten nicht mehr über den Auftritt von Royal Republic nachdenken. Die Kyle Gass Band betrat die kleine Bühne und man sah, dass Kyle Gass deutlich mehr drauf hat als der Gitarrensidekick von Jack Black zu sein. Er stolzierte wie ein Gockel über die Bühne (das ist nicht böse gemeint…) und allein das hatte durchaus eine gewisse Komik.

Die Band, die mit ihm zusammen auf der Bühne stand war auch sehr spielfreudig. Die beiden Gitarristen wechselten sich ständig mit Solos ab und den Schlagzeuger hielt es auch nicht mehr hinter die Schießbude. Er stand bei einem Jackson 5/Michael Jackson Medley im Mittelpunkt und das Publikum machte richtig Lärm. Kyle Gass bedankte sich artig und konnte es sich nicht verkneifen lakonisch darauf hinzuweisen, dass es ein wenig komisch ist, dass eine Coverversion am Meisten gefeiert wird. Kyle selbst griff nicht nur wie gewohnt zu Akustikgitarre, sondern spielte auch noch zwei Solos mit der Flöte. Rock ‘n‘ Roll mit und Flöten können ja durchaus zusammengehören – man denke nur an Jethro Tull.

trailerpark2Nach dem ganzen Rock wurde es mal wieder Zeit für Hip Hop. Der Headliner des Abends war Trailerpark. Die Jungs um Alligatoah waren ein würdiger Headliner. Mit viel Witz, Niveaulosigkeit und perfekt sitzenden Anzügen brachten sie das Publikum zum ausrasten. Die Jungs selbst ließen es sich immer wieder gut gehen und chillten auf ihren im Leopardenstyle bespannten Campingstühle.

trailerpark1Musikalisch führten sie das Publikum durch Fledermausland, schickten uns zurück in die Schule und erklärten uns ihre Formel für den Weltfrieden. Richtig laut wurde das Publikum als Alligatoah bei den Zugaben dann seinen Hit „Willst du“ anstimmte. Nach diesem Soloausflug kam dann Timi Hendrix wieder dazu und die beiden spielten „Trostpreis.“

Als krönenden Abschluss gab es dann noch einmal Publikumsbespaßung Deluxe. Kollektive Wichsbewegungen, eine Wall of Cocks und das allseits beliebte „Hinsetzen, hinsetzen“ wurden dann beim letzten Song noch einmal kräftig zelebriert. Nach dem Konzert blieb ein Großteil des Publikums vor der Bühne stehen und sang voller Inbrunst den Song, der nach dem Konzert aus der Anlage kam – Can you feel the love tonight von Elton John. So ein Song vom König Löwen Soundtrack… und das auf dem Serengeti Festival!

Das Bass Boyz Soundsystem spielte dann zum Schluss auf der kleinen Bühne ein sehr witziges Set, dass man sich sehr gut vom Zeltplatz anhören konnte. Neben housigen Klängen gaben sie einen sehr weiten Querschnitt von Bon Jovi bis Macklemore zum Besten.

Hier findet ihr den Beitrag zum Samstag!

Ein Kommentar zu “Serengeti Festival – Der Freitag – Im Regen stehen mit DJ Herbert”

  1. Nummer 1: Serengeti Festival am Samstag – Sonne/Regen Mix mit Tiefkühlpizza sagt:

    […] Wie es uns Freitag erging könnt ihr hier lesen! […]

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