{"id":13640,"date":"2009-08-13T15:37:26","date_gmt":"2009-08-13T13:37:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/?p=13640"},"modified":"2009-08-14T17:42:15","modified_gmt":"2009-08-14T15:42:15","slug":"sziget-2009-festivaltagebuch-tag-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/2009\/08\/13\/sziget-2009-festivaltagebuch-tag-0\/","title":{"rendered":"Sziget 2009 &#8211; Festivaltagebuch Tag 0"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/sziget-logo.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4482\" title=\"sziget logo\" src=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/sziget-logo.gif\" alt=\"sziget logo\" width=\"231\" height=\"88\" \/><\/a>In der\u00a0 Nacht kam &#8230; wie sollte es anders sein&#8230; Regen. Aber man ist ja mitlerweile abgeh\u00e4rtet. Ein echtes Erlebniss ist es in den W\u00e4ldern von <a href=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/festival\/sziget-festival-2009\">Sziget<\/a> zu zelten, wenn es regnet. <em><\/em><\/p>\n<p><em>Festivalhopper Stephan berichtet vom Sziget. Fotos und die weiteren Tage folgen<\/em>.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13864\" title=\"DCP_9560\" src=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9560-200x300.jpg\" alt=\"DCP_9560\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9560-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9560-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9560.JPG 1632w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Wacht man am Morgen nach einer verregneten Nacht auf, und begutachtet sein Umfeld, kommt einem dies wie der <strong>Regenwald in Brasilien<\/strong> vor. Ein clever abgestellter Bierbecher zwischen zwei Zeltstangen berichtet vom Regenausmass des Abends. Der 0,5 l Becher war voll. Trotz Wald kam da eine Menge <strong>Wasser vom Himmel<\/strong>. Der Boden blieb erstaunlicherweise recht trocken und verwandelte sich nicht in ein totales Matschfeld. Die Wurzeln der B\u00e4ume saugen das Wasser wohl auf &#8211; wie ein Schwamm.<\/p>\n<p>Der Rest des Festivalgel\u00e4ndes stellt sich ebenfalls als <strong>gut gegen Regen ger\u00fcstet<\/strong> heraus. Vor <strong>Toiletten<\/strong> und <strong>Waschr\u00e4umen<\/strong> wurden Plastikplatten verlegt, die ein Matschinferno wie auf anderen Festivals vermeiden sollten. Dixitoiletten gibt es \u00fcberall. Containertoiletten mit Waschbecken und 24h Reinigungscrew alle paar hundert Meter. Kleinere Dixi-Handwasch Stationen gibt es genauso wie Dixitoiletten \u00fcberall recht h\u00e4ufig verstreut. Weiterhin macht das Gelaende bis hierhin einen super Eindruck. Hauptwege sind entweder aus Beton oder mit ausgelegtem Anti-Matsch-Matten versorgt. Die Investitionen der Veranstalter im letzen Jahr hat ein beleuchtetes und besser infrastrukturiertes Gel\u00e4nde hervorgebracht. Unter anderem wurden diverse B\u00e4ume\u00a0 ausgeschnitten, dessen \u00c4ste bereits bedrohlich herunterhingen.<\/p>\n<p>Nach einem Tag macht das <a href=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/festival\/sziget-festival-2009\">Sziget<\/a> noch einen super Eindruck. Speziell nachts sind Reinigungsteams im Einsatz, die den Platz von M\u00fcll befreien. Auch am Tag stromern gr\u00f6ssere Truppen an &#8222;1 Forrint Jobbern&#8220; \u00fcber den Platz um dem anfallenden M\u00fcll sofort aufzusammeln. Der erste Eindruck verspricht ein <strong>sauberes Festival<\/strong>, mal schauen ob sich das in den n\u00e4chten Tagen so h\u00e4lt. Die Crew ist zumindest wirklich bem\u00fcht dies einzuhalten. Auch die <strong>Ordnungskr\u00e4fte<\/strong> sind nicht mit ihren deutschen Kollegen zu vergleichen. Bodybuilder Schr\u00e4nke mit Oberarmen die gr\u00f6sseren Umfang haben als meine Oberschenkel sind vollkommen h\u00f6flich und freundlich, helfen gerne weiter. Zwar gibt es auch \u00fcberall Infostaende, aber anfangs verliert man doch \u00f6fters die Orientierung. Es gibt zwar auch grosse aufgestellte Karten an allen gr\u00f6sseren Kreuzungen, aber zumindest fehlt der &#8222;SIE SIND HIER&#8220; Punkt, was die Sache etwas verkompliziert.<\/p>\n<p>Eine Person die einen halbwegs funktionierenden <strong>Orientierungssinn<\/strong> hat (Mann) kommt nach einiger Zeit mit der Anordnung und Wegfindung zurecht. Personen mit geringerem Orientierungssinn(&lt;&gt;Mann) haben hier sichtlich einige Probleme. Beschilderung ist vorhanden, auch in mehreren Sprachen, aber da manche Ecken sich wirklich sehr \u00e4hnlich sehen, biegt man doch schonmal falsch ab. Evenuell liegts auch an diversen Schuhverkaufsstellen, die so manche Person vom rechten Wege abbringt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13865\" title=\"DCP_9558\" src=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9558-300x200.jpg\" alt=\"DCP_9558\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9558-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9558-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Ein Nachteil beim <strong>Zelten im Wald<\/strong> ist nat\u00fcrlich die geringe Sichtweite der Zelte, werden sie ja von B\u00e4umen verdeckt. Orientiert man sich an den Festivalgeb\u00e4uden kommt man eigentlich recht gut voran. Aber ich muss zugeben, einmal rettete mir mein <strong>GPS<\/strong> bereits die Positionsbestimmung. Verloren geht man doch zu Anfang recht fix. Vielleicht liegts auch daran, dass sich die Umgebung st\u00e4ndig \u00e4ndert, weil immermehr neue Camper hinzukommen, und Zelte da stehen, wo man vor Minuten noch eine freie Wiese hatte. Eventuell ein Ph\u00e4nomen. Ein epochaler Vorteil beim Zelten direkt am Festivalgel\u00e4nde ist die M\u00f6glichkeit sich das Umfeld der Morgentoilette frei auszusehen. Es gibt Waschbecken direkt am Jazzzelt, wo man sich bei Toilette, Z\u00e4hneputzen, Waschen mit Jazzmusik beschallen lassen kann. Meine Wahl fiel dann eher auf <strong>Jimi Hendrix<\/strong> vom nahen DJ, zum aufwachen wirklich eine Empfehlung.<\/p>\n<p>Der <strong>Dienstag<\/strong> ( Tag\u00a0 0 ) selbst bot als Er\u00f6ffnungsveranstaltung ein zehn st\u00fcndiges Powerprogramm gegen Rassismus von den Gr\u00f6ssen der ungarischen Musikszene. S\u00e4mtliche Nationen tanzten hier gemeinsam zu den Kl\u00e4ngen von Poka Egon, Irie Maffia, Anima Sounds, Quimby, Brody Janos und LGT.<\/p>\n<p>Nationalit\u00e4ten sind hier ebenfalls sehr viele vertreten. Der Satz den man hier am meisten h\u00f6rt ist <em><strong>&#8222;which country are you coming from?&#8220; <\/strong><\/em>. Englisch ist hier vorherrschend. Viele sprechen ein sehr gutes Englisch, das auch lange ausf\u00fchrliche Diskussionen erm\u00f6glicht. Haupts\u00e4chlich trifft man hier auf <strong>Holl\u00e4nder, Belgier, Franzosen, Engl\u00e4nder, Schweizer<\/strong> und<strong> Deutsche<\/strong>. Richtige Ungarn sind gar nicht so h\u00e4ufig vertreten.\u00a0 Die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung klappt sehr gut, und es ist auch ein wunderbares Miteinander. Auf dem Zeltplatz herrscht eine offene und hilfsbereite Stimmung. Zwar wurde am Nachbarzelt ein Flippflopp Gr.38 entwendet (genau genommen wurde er nur gegen einen \u00e4hnlichen Flippflopp Gr.35 ausgetauscht, aber die betroffene Person pauscht gern Sachen auf ), aber bisher macht alles einen sicheren Eindruck. An den Infopunkten gibt es f\u00fcr die Sicherung der Sachen diverse <strong>RFID Token<\/strong>, die gegen einen geringen Betrag gekauft werden k\u00f6nnen. Diese schlagen beim Verlassen der Insel an, und veranlassen die Security sofort einzugreifen. Genauere Informationen dazu folgen. Vermutlich l\u00e4sst sich dieses System auch umgehen, aber prinzipiell ist ein Schritt gegen die unerlaubte Entwendung von Sachen getan.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13866\" title=\"DCP_9682\" src=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9682-300x200.jpg\" alt=\"DCP_9682\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9682-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9682-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die <strong>Alkoholkontrollen<\/strong> am Eingang werden besonders gern von Franzosen umgangen. Unsere Nachbarn zum Beispiel scheinen sich darauf spezialisiert zu haben Vodka aufs Gel\u00e4nde zu schmuggeln, zum Eigenverzehr, nicht kommerzionell versteht sich. Fr\u00fcher war es wohl \u00fcblich, die <strong>Vodkaflaschen in Broten<\/strong> zu verstauen &#8211; diese Taktik wurde aber bald von der Security durchschaut und seitdem werden alle Brote am Eingang auf Fremdk\u00f6rper kontrolliert. Auch wenn ich nun ein paar Geheimtipps der Schmuggler verrate, tue ich dies nur, um n\u00e4chstes Jahr die neuen, noch schlaueren Tricks zu erfahren, die der Jugend heutzutage so einfallen.<\/p>\n<p>Ein wirklich faszinierender Anblick, anscheinend besonders von 18-j\u00e4hrigen Franzosen perfektioniert: Es wird eine <strong>Chipsdose<\/strong> geleert, eine Vodkaflasche darin verstaut, diese mit Chips wieder abgedeckt, und dann die Alufolie wieder regelkonform abgeklebt. Der <strong>Orangensaft im Tetrapack <\/strong>wird durch Vodka ersetzt, und der Plastikverschluss wieder mit Kleber verschlossen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-13867\" title=\"DCP_9572\" src=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9572-300x200.jpg\" alt=\"DCP_9572\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9572-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.festivalhopper.de\/news\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DCP_9572-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Ausserhalb vom <a href=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/festival\/sziget-festival-2009\">Sziget<\/a> in <strong>Budapest<\/strong> kann man Alkohol nat\u00fcrlich normal kaufen und trinken. So auch in einer kleinen Bar, die wir gleich zu Anfang ausgetestet haben. Das Bier ist lecker. Und die dortigen G\u00e4ste eine Stammtruppe, die sich aber \u00fcber Besucher freut. Zeigt man dann noch etwas Willen ungarisch zu lernen (bitte, danke, bier, mehr bier!, prost) ist man ein willkommener Zeitgenosse. Die ungarische Mentalit\u00e4t ist sehr auf Gastfreundlichkeit aufgelegt, sodass man eine Einladung zum Bier garnicht abschlagen darf, da dies sonst als beleidigend angesehen wird. Ich verbrachte jeden Sommerurlaub als Kind in Ungarn und kann nur sagen, dass sich seither nichts ge\u00e4ndert hat und man als weltoffener Mensch in einer <strong>ungarischen Kneipe<\/strong> definitiv seine Freude hat.<\/p>\n<p>Neben den <strong>200 Bands<\/strong> die auf dem <a href=\"https:\/\/www.festivalhopper.de\/festival\/sziget-festival-2009\">Sziget<\/a> spielen werden, gibt es auch nebenbei ein enormes Angebot an <strong>Rahmenprogrammen, Nebenveranstaltungen<\/strong> und diversen Abwechslungen. Wem das immernochnicht genug ist, darf sich natuerlich auch in die Innenstadt von <strong>Budapest<\/strong> zur\u00fcckziehen, <strong>Weltkulturerbe Kettenbr\u00fccke<\/strong> und diverse <strong>Museums<\/strong> besichtigen oder eine der wirklich tollen <strong>Thermalb\u00e4der<\/strong> besuchen. Zum morgigen Auftakt erwarten uns <a title=\"Ska-P\" href=\"\/bands\/karten\/ska-p.php\">Ska-P<\/a>, <a title=\"Snow Patrol\" href=\"\/bands\/karten\/snow-patrol.php\">Snow Patrol<\/a>, <a title=\"Lily Allen\" href=\"\/bands\/karten\/lily-allen.php\">Lily Allen<\/a>, <a title=\"Donots\" href=\"\/bands\/karten\/donots.php\">Donots<\/a> und die <a title=\"Backyard Babies\" href=\"\/bands\/karten\/backyard-babies.php\">Backyard Babies<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der\u00a0 Nacht kam &#8230; wie sollte es anders sein&#8230; Regen. Aber man ist ja mitlerweile abgeh\u00e4rtet. Ein echtes Erlebniss ist es in den W\u00e4ldern von Sziget zu zelten, wenn es regnet. 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