Entspanntes Reload Festival 2012

News am 19. Juni 2012 von MiriamR

Nun schon zum 7. Mal trafen sich dieses Wochenende (15.- 17.6.) hartgesottene Festivalfans, um gemeinsam ein rockgeladenes Wochenende auf dem Reload Festival zu zelebrieren. Wer bereits am Donnerstag anreiste, hatte die Möglichkeit sich Wirtz anzuschauen. Anders als im letzten Jahr wurde an der Bühne auch eine Leinwand angebracht, sodass man auch in der letzten Reihe nichts verpassen konnte.

Freitag 15. Juni 2012:

Als wir am Freitag anreisten, gab es leichten Regen was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Nachdem das Bändchen abgeholt und das Zelt aufgebaut war, waren wir bereit zum Entern. Die ersten waren Couchclub, denen wir zunächst vom Zaun aus zujubeln mussten, da es wohl einen Absprachefehler zwischen den Securytis und dem Bühnenpersonal gab. Als wir dann das Festivalgelände einmal betreten hatten, waren wir dort aber nicht mehr wegzudenken.

Walls of Jericho

Walls of Jericho

Nach Dog Eat Dog und H20, lieferten Walls of Jericho eine Mega-Schow ab. Wenn einer das Recht hat zu einer Wall of Death aufzufordern dann Candace Kucsulain die unerschrockene Sängerin, und so folgte das Publikum dem Ruf und legte gleich noch einen Circle Pit hinterher. Seiner Nackenmuskulatur gönnte man bei August Burns Red keine Pause, und so ging es aber gleich mit einer geballten Ladung Biohazard weiter. Dessen Sänger prüfte erst mal die Standhaftigkeit der Bühne und schmetterte in ca. 3 Metern Höhe kopfüber ein Gitarrensolo.

Biohazard

Mit den Guano Apes wurde dann der Abend auf dem Gelände in Sulingen eingeleitet. Neben vielen neuen Songs von Album „Bel Air“ gab es auch Klassiker wir “You Can´t Stop Me” oder “Big In Japan” auf die Ohren. Leider war der Sound anfangs sehr schlecht. Zum krönenden Abschluss warteten wir gespannt auf The Boss Hoss, die sich als echte Multiinstrumentalisten entpuppten. Neben den üblichen Instrumenten wie Schlagzeug, Gitarre und Bass gab es auch ein Waschbrett, eine Mundharmonika und eine Mandoline zu sehen. Bei Songs wie „Dont´ Gimme That“ oder „Hey Ya“, bekamen sie unter anderem Hilfe von den „Yeeeh Haw – Girls“, die bei leichten Textschwächen aushelfen konnten. Nach einer Show von 1 ½ Stunden schickten uns die Band dann gut gelaunt in die verregnete Nacht.

 

Samstag 16. Juni 2012:

Der Samstag fing mit einem äußerst verregneten Morgen an, was der Stimmung aber eher zu Gute kam. So hatte man die Möglichkeit unter dem ein oder anderen Pavillon, neue Kontakte zu knüpfen und sich dann für Pride Shall Fall zu verabreden. Die Jungs legten pünktlich um 11.15 los mit den Worten „Hallo Reload, na mal sehen ob wir aus 30 Leuten gleich mal 300 machen können“.

Godsized schafften es dann sogar, die Sonne zum Lachen zu bringen. Die Briten waren für mich eindeutig der Überraschungsakt des Tages. Das Publikum schien sich auch sehr über den bärtigen Sänger, Tyler Ward zu amüsieren, der es sich nicht nehmen ließ um 12 morgens statt Kaffe, Whiskey zu trinken :-). Nach einem kurzen Gang übers Festivalgelände, wurde man auf der Bühne dann von verkleideten Gestalten mit den Worten „Sulingen im Schlamm, na das passt ja!“ begrüßt. Eskimo Callboy weckten mit ihrem Trancecore auch den letzten Reloader auf, so dass das Publikum merklich stieg. Nach einem Hinweis darauf, dass sie ihre Setlist auf einem Burgerkingprospekt notiert haben, verließen sie unter Zugabe-Rufen die Bühne.

Mad Ball

Eyes Set to Kill waren leider teilweise etwas zu eintönig geraten, so war es umso besser als Itchy Poopzkid die Bühne betraten und alten Klassikern in gewohnter Manier neues Leben einhauchten. Als dann auch noch im Gitarrenkoffer auf dem Publikum gesurft wurde war die Stimmung auf dem Höchstpunkt. Mad Ball brachte die Menge zum Springen, so auch den ein oder anderen der den Bungeesprung aus über 50 Metern Höhe wagte.

Itchy Poopzkid

J.B.O!

J.B.O!

Als nun mehrere Rosa T-Shirts in der eigentlich so schwarz gekleideten Masse auftauchen, konnte man ahnen wer da nun kam. Die pinken Metaller von J.B.O! Auch die Fotografen ließen es sich nicht nehmen sich den Meistern entsprechend zu kleiden, was mit einem Gruppenfoto belohnt wurde. Nach einer Dreiviertelstunde voller glitzerglänzendem Comedy-Metal, fing es leider wieder an zu Regnen. Das konnte aber die hartgesottenen Fans von Enter Shikari nicht abhalten ordentlich abzutanzen.

Slash

Dann wurde die Bühne durch Pflanzen und Büsche zu einem Urwald verschönert, um die Australier von Parkway Drive ordentlich zu empfangen. Die fünf Jungs heizten uns nochmal richtig ein sodass, man noch mal alle Kräfte sammeln musste, als Stargitarrist Slash mit Miles Kennedy & The Conspirators auftrat. Slash ließ es sich nicht nehmen das Reload auch persönlich zu begrüßen und lieferte eine tolle Show. Sowohl alte Guns ´n ´ Roses Klassiker wie „Sweet Child O´Mine“ oder Songs, von gleichnamigen Erfolgsalbum „Slash“ ,ließen die Menge ausrasten. Das war definitiv das Highlight des gesamten Festivals. Wer danach noch nicht genug hatte, konnte wenn er schnell genug war einen Platz im Partyzelt ergattern und den Tag mit den Kassierern und Evil Jared als DJ ausklingen lassen.

Sonntag 17. Juli 2012:

We Butter The Bread With Butter

Der Sonntag fing sonnig und verschlafen an. Es herrschte erst gegen Mittag reges Treiben als sich We Butter The Bread With Butter mit „Alle meine Entchen“ ankündigten. Nach der Hardcoreversion von „Schlaf Kindlein Schlaf“ war dann auch der letzte Reloader wach und bereit zum Abtanzen. Mit Einlagen wie Tanzen in Slowmotion oder Tanzen im Sitzen wurde einem auch gleich noch die Morgengymnastik dazu geliefert. Nachdem dann das letzte Stück Konfetti auf den Boden gefallen war, gab’s ordentlich was auf die Ohren von Unearth zu hören. Nach mehrmaligem Auffordern zum Circle Pit wurde dieser Einladung auch ohne Wenn und Aber gefolgt.

Soulfly

Soulfly betraten die Bühne mit schweren Geschützen in Form von Gitarren und Bärten. Nach dem Klassiker „Bloody Roots“ war dann auch jeder Kopf am bangen und die Füße konnten die Abwechslung die sich mit Subway to Sally die Ehre gab, gut gebrauchen. Die Mittelalterband die für ihre aufwendige Pyro- und Feuershow berühmt ist, enttäuschte das Publikum nicht so dass es ziemlich voll wurde auf dem Platz.

Subway to Sally

Gut das die Veranstalter dieses Jahr für eine Leinwand mit Videoübertragung gesorgt hatten. Das kam auch den vielen Fußballfans unter den Besuchern zu Gute die sich darauf das erfolgreiche Länderspiel, Deutschland gegen Dänemark, anschauten. Zum Sieg wurde dann mit den Dropkick Murphys gefeiert, die eine einzigartige Show boten und es sich nicht nehmen ließen, Deutschland für ihren Sieg zu gratulieren. Als sie „Wild Rover“ spielten schunkelte man Arm in Arm und genoss zusammen die letzten Momente dieses grandiosen Wochenendes.

Dropkick Murphys

Alles in allem ein sehr gelungener Streich das Reloadfestival dieses Jahr. Die Veranstalter haben im Gegensatz zu letztem Jahr nochmal eine Schippe draufgelegt. Das Lineup glänzte durch viel Abwechslung und Großen die man auf jeden Fall mal live gesehen haben musste. Auch das Rahmenprogramm war spitze. Für jeden der auf familiäres Flair mit extrem guter Musikauswahl steht, kann ich das nur wärmstens empfehlen. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr!

Hier noch eine Auswahl der besten Bilder – die komplette Galerie vom RELOAD Festival 2012 findet man an dieser Stelle.

Text: Annie und Fotos: Miriam Rosin

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2 Kommentare zu “Entspanntes Reload Festival 2012”

  1. Nummer 1: Reload Festival startet Vorverkauf | Festival News sagt:

    […] vom Reload gibt’s im Reload youtube-Channel. Dieses Jahr gab’s ein entspanntes Reload Festival (Rückblick), weiteres zum Reload hier bei uns und auf […]

  2. Nummer 2: 3×2 Reload Festival Tickets gewinnen! | Festival News sagt:

    […] erleben! Dazu könnt ihr auch den diesjährigen Bericht von Festivalhopperin Miriam lesen: “Entspanntes Reload Festival 2012” – The BossHoss, Dropkick Murphys, Slash, Guano Apes, Subway to Sally, Soulfly, Parkway […]

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