Samba City Coburg – Samba, Hitze und Caipirinha

News am 21. Juli 2011 von Yoda

Vom 08. bis zum 10. Juli fand das 20. internationale Samba Festival in Coburg statt und brachte Brasilien nach Deutschland. Zu diesem Jubiläum brachten 100 Gruppen mit über 3000 Musikern und Tänzern die ca.200.000 Besucher zum Schwärmen und nicht zu vergessen zum Tanzen!

Das Samba Festival Coburg scheint unter einem guten Stern zu stehen. Wie im Vorjahr half unter anderem das fantastische Wetter dabei, die Kulturen verschmelzen zu lassen. Wieder wurde drei Tage lang ununterbrochen  getanzt und gefeiert.

Festivalhopper Nadine und Matheus Nicolas berichten vom Samba Festival 2011.

Zu den Höhepunkten zählte auch in diesem Jahr der Besuch der Rainhas do Carnaval  do Rio – den Königinnen des Karnevals in Rio de Janeiro. Diese brasilianischen Schönheiten sorgten mit ihren wunderschönen Kostümen und ihren tänzerischen Darbietungen für Begeisterung des Publikums. Auf den zwei großen Bühnen auf dem Schlossplatz und dem Marktplatz und auf weiteren kleinen Bühnen, konnte man den ganzen Tag die Konzerte und Darbietungen von Baterias aus der ganzen Welt genießen, sowie auch Samba- und Capoeiraschows. So gab es zusätzlich genügend optische Reize für das weibliche und auch das männliche Publikum;)

Eine Vielzahl der Besucher bekam auch die Möglichkeit, in Tanz– und Capoeiraworkshops diese Teile der brasilianischen Kultur selbst auszuprobieren, oder auch schon vorhandene Fähigkeiten zu erweitern. Nach einem schon anstrengenden Tag war jeweils am Freitag und am Samstag noch lange nicht daran zu denken, schlafen zu gehen. Der fleißige Festival Besucher konnte ab 23Uhr im Kongresshaus weitere Programmpunkte genießen, wie zum Beispiel den Schönheitswettbewerb „Pitu Beleza Negra“ und am Samstagabend das Konzert der Band Chiclete com Banana 5 %.

Chiclete com Banana 5 % besteht aus den fünf Söhnen, der in Brasilien sehr bekannten Axé Band Chiclete com Banana und erfreut sich auch selbst schon großer Beliebtheit und Bekanntheit. Diese fünf jungen Männer brachten unter anderem mit der Musik ihrer Väter und anderer, in Brasilien sehr bekannter Karneval Musik, das Publikum zu beben. Besonders das brasilianische Publikum war unglaublich glücklich, die so vertraute Musik hier in Deutschland live erleben zu können und ließ dies auch leicht erkennen. Es wurde gesprungen, getanzt und lauthals mitgesungen. Wahrscheinlich konnte sich niemand dieser guten Stimmung entziehen. Auch nach den Programmpunkten wurde bis ca.4Uhr getanzt. Im Anschluss begab sich an allen drei Tagen eine  Karawane zur einer bekannten Kneipe, dem Hungry Highlander, wo schließlich Musikbegeisterte live Samba spielten und bis weit nach Sonnenaufgang gefeiert und getanzt wurde.

Wie das gesamte Festival, waren auch die Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Campingplatz sehr gut  organisiert. Ruhe wurde dort allerdings kaum gesucht. Die kulturell sehr bunte Mischung sorgte somit auch außerhalb des Festival Geländes für eine unfassbar tolle Stimmung und gute Laune – auch auf dem Campingplatz ertönte regelmäßig der Samba Rhythmus und überall tanzten und sangen Menschen voller Lebensfreude. So waren sicher einige Camper froh über ein offizielles „Trommelverbot“ zwischen 0 Uhr und 8 Uhr und hatten wenigstens die Chance, ein par Stunden Schlaf zu finden. Das Ende dieser Nachtruhe wurde speziell von den Sambistas ganz genau genommen, sodass die Party pünktlich 8 Uhr auf dem Campingplatz fortgeführt wurde.  Punkt 8 Uhr ertönten somit schon die ersten Sambarhythmen – der perfekte Wecker, da man wegen der Hitze sowieso nicht lange im Zelt schlafen konnte. Schlafdefizite waren schnell vergessen und man begann einfach wieder zu tanzen.

Auch in den Straßen Coburgs traf man zu jeder Stunde auf kleine und auch große „Baterias“ und durfte deren musikalische Darbietungen genießen. Das einzige Problem war es, ausschließlich der Musik zu lauschen. Einmal stehen geblieben, wurde man sofort aufgefordert zu tanzen, zu singen und einfach nur den Moment zu genießen.

Nach zwei durchgetanzten Sambanächten konnte sich dennoch der Sonntag sehen lassen. Besonderer Höhepunkt war die alljährige Parade aller teilnehmenden Gruppen des Festivals.

Wahrscheinlich hatte sich ganz Coburg versammelt um dieser Parade beizuwohnen, sodass es nicht so einfach war, einen Platz mit guter Sicht zu finden. Zum Abschluss des Sonntagsprogramms hatten wir schließlich die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Bloco X und deren Freunden bis in den Sontag Abend zu feiern. Wenn die Füße bis dahin noch nicht vom Tanzen schmerzten, dann taten sie es mindestens danach, denn es wurde viele weitere Stunden „sambiert“ und gesungen. Dies schien so anziehend zu sein, dass sogar Roberto Blanco nicht anders konnte, als gemeinsam mit uns zu tanzen;) Nicht einmal der beginnende Regen konnte die gute Laune bremsen und der Sonntag fand einen Abschluss, wie er schöner nicht hätte sein können!

An diesem Wochenende  verbanden sich nun schon zum 20. Mal die deutsche und die brasilianische Kultur auf eine unglaublich angenehme Weise und daraus ergab sich eine temperamentvolle und fröhliche Kombination. Einmal in Coburg angekommen, waren alle Befürchtungen sprachlicher Probleme verschwunden. Die Musik sorgte für die Überwindung eventueller sprachlicher Barrieren, sodass alle Nationalitäten gemeinsam feiern konnten. Und das taten sie auch.

Besonders beeindruckend ist es auf diesem Festival immer wieder, dass alle Generationen aus unglaublich vielen Kulturen und Nationalitäten derart ausgelassen gemeinsam feiern und wahrscheinlich genau in dieser Kombination den Reiz dieser Veranstaltung ausmachen.

Wenn man einmal das Samba Festival in Coburg besucht hat, wird man sicher immer wieder kommen. Auch wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr in Coburg und warten jetzt schon ungeduldig darauf! Vielen Dank Coburg! Wir kommen mit Sicherheit wieder! Wir berichteten auch im Voraus: “Samba Festival in Coburg gestartet“.

Hier gibt es weitere Fotos vom Samba Festival Coburg. Rückblicken kann man auch auf www.samba-festival.de. Einen audiovisuellen Rückblick gab es beim BR-Fernsehen:

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